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<  Kreativ  ~  Klonmädchen Lena - 6.Kapitel

BeitragVerfasst: 24. Mär 2007, 19:15
BenutzeravatarBeiträge: 180Registriert: 12. Mär 2007, 14:08
Klonmädchen Lena 6.Kapitel:

Zwei Tage später schaute König Lena wieder so seltsam an. Wieder hatte er sich Pornofilme angesehen und dazu gegrunzt und sich zwischen den Beinen herumgefummelt. Dann wandte er sich Lena zu. Seine Augen glühten. Er stand auf.
Nein!, dachte Lena erschrocken. Nicht wieder das! Bitte nicht! Lieber Gott, hilf mir! Bitte-bitte!
Er zog sich die Hosen runter, packte sie und riss ihr den Schlüpfer weg, warf sie zu Boden und legte sich auf sie. Lena presste die Augen zusammen in Erwartung des schmerzhaften Brennens dort unten. Aber nichts passierte. Etwas war anders. Wo beim letzten Mal ein hartes, heißes Etwas gewesen war, dass Lena sehr wehtat, befand sich ein kleines, weiches Ding. Es fühlte sich an wie ein totes Vögelchen. König ruckte und zuckte auf Lena herum. Er grunzte wütend. Dann richtete er sich auf. „Verdammt, du Zicke!“ Er packte sie bei den Haaren und schlug ihren Kopf auf den Boden. „Was machst du?!“ Sein Atem stank nach Alkohol.
„Nichts!“ hauchte Lena voller Furcht. Sie sah das grausige Glühen in seinen Augen, bösartiger und schrecklicher denn je.
„Du bist schuld!“ bellte König. Sein Gesicht lief vor Wut dunkelrot an. Er packte Lena am Hals und drückte zu, während er sie vor und zurück schüttelte: „Du verdammte Zicke! Verdammt!“
Vor Lenas Augen begannen bunte Schleier zu kreisen. Sie konnte nicht mehr klar sehen. Sie bekam keine Luft mehr.
Ich ersticke!, dachte sie entsetzt. Ich ersticke! Er bringt mich um!
„Zu nichts bist du nu – tze!“ brüllte König und unterstrich jede Silbe mit einem wütenden Schütteln. Er ließ ihren Hals los und schlug ihr mit aller Kraft ins Gesicht: „Du Schlampe!“
Lena holte keuchend Luft, füllte ihre gequälten Lungen mit Sauerstoff. Luft! Luft!!!
Direkt vor ihrem Gesicht schwebte das von König, dunkelviolett verfärbt, die Augen in wahnsinniger Wut lodernd.
„Jetzt reicht es mir mit dir!“ grunzte König. „Es reicht, Zicke! Jetzt ist es vorbei! Dir zeig ich es!“ Er riss sie hoch. Lena schrie auf. Sie hatte Angst wie noch nie zuvor im Leben. Schon immer hatte ihr Besitzer sie brutal misshandelt, doch etwas hatte sich verändert. Als sie in Königs Augen schaute, erkannte Lena es: Der Mann war wahnsinnig geworden. Wahrscheinlich war er schon früher nicht geistig gesund gewesen. Vielleicht kam das vom zu vielen Alkohol. Aber nun war eine Schwelle überschritten und König war schlicht irrsinnig geworden.
Wutbrüllend schleifte er sie in die Küche: „Aus und vorbei!“ Seine Stimme überschlug sich vor Zorn. „Jetzt mache ich Tabula rasa! Vorbei ist es mit der Gemütlichkeit! Du wirst mich nicht mehr verarschen, Zicke! Dir gebe ich den Abschiedstrunk.“ Er fummelte etwas unter der Spüle hervor. Lena erhaschte einen Blick auf eine blaue Plastikflasche mit dem Aufdruck: BADEGLANZ. Es war der Badreiniger, das scharfe Zeug mit dem sie das Bad und die Toilette putzen musste.
Nein!, dachte sie in wildem Entsetzen. NEIN!!!
König hielt sie eisenhart fest. Er schraubte die Flasche auf, riss Lenas Kopf nach hinten und presste ihr die Flachenöffnung auf den Mund. In Todesangst presste sie die Lippen aufeinander. Sie drehte verzweifelt den Kopf zur Seite: „Nein! Bitte nicht! Bitte!“ Er packte sie noch fester und versuchte ihr die Flasche in den Mund zu stopfen. Etwas von der scharfen Flüssigkeit floss in Lenas Nase und brachte sie zum Niesen. Dann war der Flaschenhals in ihrem Mund. König riss Lena noch weiter nach hinten und drückte auf die Flasche. „Prost Mahlzeit, Zicke! Lass es dir schmecken!“
Lena hustete und schlug um sich. Glühende Lava raste ihren Schlund hinab und verbrannte ihren Magen. Ihr Mund stand in hellen Flammen. Sie schrie und heulte. Sie hustete und würgte.
„Verreck endlich!“ belferte König. „Geh ein, du kleines Biest! Los, krepier endlich! Dann spar ich mir die Eken für deine Totalregenerierung! Kratz ab!“
Lena wehrte sich. Die Todesangst verlieh ihr Bärenkräfte. Irgendwie gelang es ihr, die Flasche weg zu schlagen. Dabei bekam König einen Spritzer der scharfen Flüssigkeit ins Auge. Aufkreischend ließ er von ihr ab und tanzte armerudernd in der Küche herum. Lena stürzte zur Spüle und drehte den Wasserhahn auf. Hastig trank sie Wasser, soviel sie in sich hinein kriegen konnte. Sie musste das fürchterliche Feuer in ihrem Mund und ihrer Speiseröhre löschen!
Eine Hand packte sie und riss sie zurück. König schleuderte sie quer durch die Küche. Lena flog in die Ecke. Sie überschlug sich und blieb auf den Knien liegen. Sie würgte verzweifelt. Dann erbrach sie sich lautstark. Das ganze Zeug kam wieder aus ihr raus. Sie konnte gar nicht mehr aufhören mit erbrechen. Sie hustete und spuckte in einem fort.
König kam zu ihr. Sein eines Auge war knallrot und brandig. Er hielt ein Fläschchen in der Hand, mit dem er das Auge beträufelte. „Ah!“ stöhnte er, als die Flüssigkeit wirkte und seinen Schmerz betäubte. Er starrte hasserfüllt auf Lena hinunter. „Na wie fühlt es sich an, hah?“
Lena lag weinend am Boden und hielt sich den Bauch. Sie hatte Krämpfe und wand sich vor Schmerz. König verpasste ihr einen Tritt, der sie fast bis in ihre Kammer beförderte. Mit zwei weiteren Tritten verfrachtete er sie in ihr Zimmerchen. „Bis morgen früh“, brüllte er. „Viel Spaß beim Verrecken, du kleines Aas!“ Er knallte die Tür zu und sperrte Lena ein.
Lena lag zitternd am Boden. Sie wand sich wie ein zertretener Wurm. Die Schmerzen in ihrem Inneren waren unerträglich. Sie dachte, sie müsste sterben. Und selbst jetzt versuchten die speziellen Zellen ihres Körpers verzweifelt, es aufzuhalten und zerstörtes Gewebe zu regenerieren. Lena heulte wie ein Tier. Es sollte aufhören, oh bitte aufhören! Es tat so weh. Irgendwann wurde ihr schwarz vor Augen und eine gnädige Ohnmacht nahm sie fort von allen Qualen und Torturen.
Am nächsten Morgen hatte Lenas Körper sich selbst soweit repariert, dass sie aufstehen konnte. Sie hatte starke Bauchschmerzen, aber sie funktionierte. König blaffte sie an: „Wisch deine Kotze auf!“ Kaum war Lena fertig, musste sie in ihre dunkle Kammer zurück und wurde eingesperrt. Sie durfte nichts zu Essen mitnehmen. Sie hatte sowieso keinen Appetit. Wenigstens hatte König sie nicht verprügelt. Er schien sich nach dem Anfall von Wahnsinn am Abend zu vor wieder eingekriegt zu haben.

Die Tage vergingen. Lena war meistens eingesperrt und harrte geduldig in der Dunkelheit ihrer Kammer aus. Jeden zweiten Tag erhielt sie von König Schläge, aber der Mann versuchte nicht mehr, ihr das Andere anzutun. Wenigstens das.
Aber Lena fühlte sich sehr unglücklich. Manchmal wünschte sie ihren Tod herbei. Dann wieder war die Sehnsucht nach Leben so groß, dass es ihr schier das Herz sprengte. Ein Jahr hatte sie noch. Wie viel könnte sie mit der verbleibenden Zeit anfangen, wenn sie frei wäre! Jeden Tag würde sie draußen sein und herumstreunen. Stattdessen war sie hilflos eingesperrt. König ließ sie ungefähr einmal pro Woche mit aus dem Haus kommen. Höchstens. Lena konnte sich ausrechnen, was das bedeutete: Ein Jahr hatte 52 Wochen. Sie würde vor ihrem Tod vielleicht noch etwa fünfzig Mal nach draußen kommen, dann war es vorbei.
Lena seufzte abgrundtief. Nur noch fünfzig Mal. Doch das bedeutete auch, dass sie an fünfzig Tagen Hoffnung schenken konnte. Der Gedanke, die frohe Botschaft von den Klonschützern zu verbreiten, richtete Lena wieder auf, wenn sie sehr niedergedrückt war.

Fortsetzung folgt


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BeitragVerfasst: 24. Mär 2007, 21:20
BenutzeravatarBeiträge: 2172Wohnort: ThüringenRegistriert: 16. Jul 2006, 17:59
Großartige Geschicht, prinzessin01.
Ich habe die 6 Kapitel gerade regelrecht verschlungen, obwohl ich eigentlich gar keine Zeit dafür hatte.



_________________
If I had a world on my own, everything would bei nonsense.
Offline Profil ICQ
BeitragVerfasst: 24. Mär 2007, 21:53
BenutzeravatarBeiträge: 180Registriert: 12. Mär 2007, 14:08
Hallo Zhunami
Dankeschön. *verbeug*
Das ist mein erster richtiger Roman. Ich habe das geträumt. Und dann fing ich an zu schreiben. Es ist sehr grausam und ekelig aber es kommt zum Schluss ein Happyend. Versprochen.


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BeitragVerfasst: 25. Mär 2007, 11:59
BenutzeravatarBeiträge: 65Wohnort: HamburgRegistriert: 7. Mär 2007, 14:29
es ist sehr gut geschriben aber super traurig wirklich :( aber wenn ein gutes ende kommt kamm man das schon verkraften ;) ist wirklich eine schöne geschichte

gruß lisa


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BeitragVerfasst: 27. Mär 2007, 02:50
BenutzeravatarBeiträge: 2228Wohnort: Baden-WürttembergRegistriert: 22. Aug 2005, 19:12
.

Heftig, ich hab eine sehr gute Vorstellungskraft
und bin da live dabei. Grusel.
So nun werd ich aber müde nachdem ich 6 Kapitel am Stück
durch habe.

Morgen gehts weiter äh auf die Uhr guck nachher mein ich
in ein paar Stunden.

.



_________________
Besucht doch auch mal
www.psychologieforum.de

www.allround-forum.net

http://www.dark-village.de/
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BeitragVerfasst: 27. Mär 2007, 12:39
BenutzeravatarBeiträge: 8356Wohnort: ueber 7 bruecken muss du gehenRegistriert: 27. Mär 2007, 07:49
hallo prinzessin!erst einmal ein grosser =D> =D> =D> von mir!ich habe mir die zeit genommen,um deine geschichte zu lesen1-6!ich muss schon
sagen,alle achtung!!!so etwas kann nur eine prinzessin schreiben ()VNZ

Haagen gruesst herzlich!


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BeitragVerfasst: 1. Apr 2007, 18:29
Beiträge: 8Registriert: 1. Apr 2007, 17:57
Ja, du schreibst wirklich unglaublich gut! Unglaublich!


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BeitragVerfasst: 1. Apr 2007, 18:36
BenutzeravatarBeiträge: 925Registriert: 13. Jan 2007, 21:37
Interceptor hat geschrieben:
Ja, du schreibst wirklich unglaublich gut! Unglaublich!


Na im Gegensatz zu manch anderem hält sie wenigstens, was sie nicht verspricht :wink: .


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BeitragVerfasst: 1. Apr 2007, 19:53
Beiträge: 8Registriert: 1. Apr 2007, 17:57
@Green: Sie ist ein Dickkopf. Was sie sich vornimmt, das macht sie auch! :D


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BeitragVerfasst: 31. Jul 2008, 19:31
Beiträge: 12Registriert: 6. Jun 2008, 22:58
hochdrück! :D


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BeitragVerfasst: 31. Jul 2008, 23:55
BenutzeravatarBeiträge: 878Wohnort: Hotel Mama in HessenRegistriert: 12. Mai 2007, 00:23
Also ich mus schon sagen, die Geschichte hätte wirklich auch verkauft werden können. Ist echt gut geschrieben!


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