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BeitragVerfasst: 30.08.2022, 08:05 
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In diesem Buch geht es schwerpunktmäßig zwar auch um das Thema Pädophilie, jedoch geht es in erster Linie um eine Kritik an der Freudschen Auslegung des Ödipus-Mythos. In dieser Replik wird die Sage umgedeutet und Fehlinterpretationen, die laut Walter zum Leidwesen der Pädophilen geführt haben, weil Freud eine fatale Kulturrevolution anstieß, die das Kind zum missbrauchten und sexuell ausgebeuteten Wesen machten, widerlegt.
Zur Tendenz der Marginalisierung von sog. "Sexualstraftätern", schreibt er:
"Diese Schablonen, diese Etiketten, die wir auf Menschen kleben, weil sie dies oder das taten, richten mehr Schaden an als alles andere. Meiner Ansicht nach liegt hier der Grund, warum die Rückfallquote bei Sexualstraftätern tatsächlich so hoch ist. Ein Mann ist kein anderer, nur weil er einmal oder gar mehrmals sexuell ausagiert hat in einer Weise, die unsere Gesellschaft abscheulich findet. Mag man es persönlich wie auch immer beurteilen, aber die Tat ist nicht der Täter." Die Handlung ist nicht der Handler. Wenn jemand vergewaltigt hat, so ist er kein Vergewaltiger. Wenn jeman gemordet hat, so ist er kein Mörder. Er ist immer noch dieselbe Person, und als Person ist sie ganz einfach Mensch." (S.92)
Zur Erinnerung: Walter ist selbst pädophil und er kannte Dr. Fritz Bernard persönlich. Anders als in seinem zuvor hier vorgestellten Buch, finden sich in diesem Buch kaum Satzbaufehler und Rechtschreibfehler. Das Buch ist ihm sehr gut gelungen.

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"Was mich betrifft, so wurde mir allmählich klar, daß ich in dieses kleine Mädchen verliebt war. Nicht nur bezaubert durch ihre Anmut, nicht einfach verführt durch ihr Geplappere, sondern hoffnungslos verliebt!" (Pascal Laine'. In: "Elena"
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BeitragVerfasst: 30.08.2022, 19:53 
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Liebesfluchten hat geschrieben:
30.08.2022, 08:05
"Diese Schablonen, diese Etiketten, die wir auf Menschen kleben, weil sie dies oder das taten, richten mehr Schaden an als alles andere. Meiner Ansicht nach liegt hier der Grund, warum die Rückfallquote bei Sexualstraftätern tatsächlich so hoch ist. Ein Mann ist kein anderer, nur weil er einmal oder gar mehrmals sexuell ausagiert hat in einer Weise, die unsere Gesellschaft abscheulich findet. Mag man es persönlich wie auch immer beurteilen, aber die Tat ist nicht der Täter." Die Handlung ist nicht der Handler. Wenn jemand vergewaltigt hat, so ist er kein Vergewaltiger. Wenn jeman gemordet hat, so ist er kein Mörder. Er ist immer noch dieselbe Person, und als Person ist sie ganz einfach Mensch." (S.92)
Da ist was dran. Auch diese Menschen haben Rechte und werden nicht nur durch ihre Taten definiert und bestehen aus mehr in ihrer Persönlichkeit.

Jedoch finde ich diese Formulierung ziemlich unglücklich ausgedrückt, geradezu unsensibel: sexuell ausagiert, als ob jemand sich nicht unter Kontrolle hatte und man Verständnis dafür aufbringen sollte.

Ich nehme mal an, mit sexuelle Handlungen, die die Gesellschaft abscheulich findet, ist wohl sexueller Kontakt mit Kindern gemeint, vielleicht aber auch Vergewaltigung (von wem auch immer). Sich für die Destigmatisierung von Pädophilie einzusetzen und dann im selben Atemzug bzw. Buch Vergewaltiger und Mörder zu erwähnen und Verständnis für sie aufzubringen, ist denke ich kontraproduktiv und nicht dazu beitragend, dass Pädophilie mehr Verständnis entgegengebracht wird. Vor allem, da diese mit den anderen zwei Gruppen genauso wenig am Hut hat wie der Durchschnittsbürger.

Vielleicht übersehe ich da etwas, aber schon in seinem anderen Buch hatte ich den Schreibstil als etwas wirr wahrgenommen.

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BeitragVerfasst: 30.08.2022, 21:49 
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SadClown 2 hat geschrieben:
30.08.2022, 19:53
Sich für die Destigmatisierung von Pädophilie einzusetzen und dann im selben Atemzug bzw. Buch Vergewaltiger und Mörder zu erwähnen und Verständnis für sie aufzubringen, ist denke ich kontraproduktiv und nicht dazu beitragend, dass Pädophilie mehr Verständnis entgegengebracht wird. Vor allem, da diese mit den anderen zwei Gruppen genauso wenig am Hut hat wie der Durchschnittsbürger.
Stimmt, ich finde das auch bescheuert. Wenn jemand Sex mit einem Kind hatte, so kann das auch vom Kind gewollt gewesen und im Rahmen einer ehrlichen Beziehung geschehen sein. Mit Vergewaltigung oder Ermordung hat das dann natürlich überhaupt gar nichts zu tun. Die überwiegende Mehrheit der Pädophilen macht es aber trotzdem nicht, um das Kind davor zu schützen, dass die Beziehung von den Leuten stupide als "böse" abgeurteilt wird, und es keinen Befragungen auszusetzen, wenn das "rauskommt". Hier ist es nun einmal so, dass das im Gesetzbuch pauschal als "Missbrauch" definiert wird. Da sollte man sich einmal über die Sinnhaftigkeit Gedanken machen. Dann hat derjenige sowieso keinen Missbrauch begangen. Ich weiß nicht, worauf das Buch mit "Etiketten" in Bezug auf Pädophile hinauswill. Überhaupt machen Pädophile doch den geringsten Anteil der Menschen aus, die Sex mit Kindern hatten.

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BeitragVerfasst: 03.09.2022, 16:14 
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Überhaupt machen Pädophile doch den geringsten Anteil der Menschen aus, die Sex mit Kindern hatten.
Und da dürfte der Anteil geschädigter Kinderseelen auch geringer sein.

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BeitragVerfasst: 04.09.2022, 13:28 
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Ich stimme euch beiden zu.
Namielle hat geschrieben: Die überwiegende Mehrheit der Pädophilen macht es aber trotzdem nicht, um das Kind davor zu schützen, dass die Beziehung von den Leuten stupide als "böse" abgeurteilt wird, und es keinen Befragungen auszusetzen, wenn das "rauskommt". Hier ist es nun einmal so, dass das im Gesetzbuch pauschal als "Missbrauch" definiert wird.
Das macht Sinn, es geht aber auch um Selbstschutz, oder? Dass man selber auch keinen Ärger mit dem Gesetz will.
Pan Tau hat geschrieben: Und da dürfte der Anteil geschädigter Kinderseelen auch geringer sein.

Agreed. Die Ersatztäter sind fast immer die Rücksichtslosen und Egoistischen, die nur auf sich selber schauen.

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BeitragVerfasst: 04.09.2022, 19:05 
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SadClown 2 hat geschrieben:
04.09.2022, 13:28
Das macht Sinn, es geht aber auch um Selbstschutz, oder? Dass man selber auch keinen Ärger mit dem Gesetz will.
Sicher, aber für mich wäre der wichtigste Grund, das Mädchen zu schützen. Wenn wir uns gegenseitig lieben, fände ich es ganz schrecklich, dass dann unsere Beziehung unterbunden werden würde. Eine Liebesbeziehung besteht schließlich nicht nur aus sexuellen Handlungen - eigentlich ist es sogar nur ein kleiner Teil, auch wenn man oft einen anderen Eindruck bekommt. Da verzichte ich besser hierauf, obwohl das für uns beide ebenfalls sehr schön sein könnte. Kuscheln oder so ist ja trotzdem möglich. :herz:

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