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BeitragVerfasst: 18.03.2012, 22:22 
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Wohnort: Junibacken. "Ihr seht und fragt : Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht ?"
Wider die Liebe

Die brave Hausfrau liest im Blättchen
von Lastern selten dustrer Art,
vom Marktpreis fleißiger Erzkokettchen,
vom Lustgreis auch mit Fußsackbart.

Mein Gott, denkt sich die junge Gattin,
mein Gott! welch ein Spektakulum!
»Das schlanke Frauenzimmer hat ihn ... «
Ja was? Sie bringt sich reinweg um.

O Frau! Die Phantasie hat Grenzen,
sie ist so eng – es gibt nicht viel.
Nach wenigen Touren, wenigen Tänzen
ist`s stets das alte, gleiche Spiel.

Der liebt die Knaben. Dieser Ziegen.
Die will die Männer laut und fett.
Die mag bei Seeoffizieren liegen.
Und der geht nur mit sich ins Bett.

Hausbacken schminkt sich selbst das Laster.
Sieh hin – und Illusionen fliehn.
Es gründen noch die Päderaster
›Verein für Unzucht, Sitz Berlin‹.

Was kann der Mensch denn mit sich machen!
Wie er sich anstellt und verrenkt:
Was Neues kann er nicht entfachen.
Es sind doch stets dieselben Sachen ...
Geschenkt! Geschenkt!

Doch gibt`s auch jene, nicht nur in des Reiches grösstem "Städtchen",
die sich verzehren und verlieben: in putzig - zarte Kindesmädchen.
Wer dies nun nicht verstehen kann oder gar verdammt,
ist zu bedauern. Der hat keine Ahnung nich`,
wie deren Liebreiz so manch Männerherz entflammt !


Gefunden und "ausgeliehen" bei folgenden Herren (welche sich im Übrigen - wären sie noch am Leben - allesamt mit einem gewissen Herrn Kurt T., welcher sich leider auch schon vor langer Zeit im "Madicken-Land" die Kugel gab, um die geistige Urheberschaft dieser schönen Zeilen streiten würden): Kaspar Hauser, Theobald Tiger, Peter Panter und Ignaz Wrobel. Nur über die letzte Strophe würden sie sich wundern, die habe ich mir, als Tribut an sie/IHN und auch an uns Mädchenliebende, erlaubt hinzuzufügen :P !

_________________

"Wer zeigt ein Kind, so wie es steht ? Wer stellt es ins Gestirn und giebt das Maß des Abstand ihm in die Hand ?
(R.M. Rilke)


We are all born sexual creatures, thank God, but it's a pity so many people despise and crush this natural gift.
(Marilyn Monroe)
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