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BeitragVerfasst: 05.04.2018, 07:04 
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Diese Überschrift wurde von einem Heise-Artikel übernommen. Die Komponente "Chrome Cleanup" des Chrome-Browsers durchsucht wöchentlich den eigenen PC auf verdächtige Dateien und versendet Prüfberichte(im Artikel "Metadaten" genannt) an Google.

Unklar ist mir noch, ob nur bestimmte Verzeichnisse betroffen sind(explizit genannt wurden der "Dokumente"-Ordner) oder gleich der ganze Verzeichnisbaum überprüft wird. Der Scan erfolgt lokal, es werden keine Dateien in die Cloud übertragen, nur eben das Prüfergebnis. Chrom Cleanup lässt sich derzeit nicht deaktivieren, nur das Versenden der Metadaten.

Schon heute durchsucht Google die Mailkonten seiner Kunden routinemäßig nach Kipo und identifiziert diese per Checksumme. Es wäre nur ein kleiner Schritt, beide Prozesse zu koppeln.

Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-Chrome-Browser-scannt-lokale-Dateien-auf-Windows-PCs-4010887.html

Edit: deaktivieren


Zuletzt geändert von Hyperherrscher am 05.04.2018, 18:25, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 05.04.2018, 14:34 
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Zumindestens aus der Verletzung der Privatsphäre bei Mails sollten sie gelernt haben.
https://www.netzwelt.de/news/158645-entschaedigung-google-zahlt-allen-gmail-nutzern-125-euro-pro-mail.html hat geschrieben:
Es ist ein Paukenschlag: Google wurde vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) dazu verurteilt, allen Nutzern des kostenlosen E-Mail-Dienstes Gmail (vormals Google Mail) Schadensersatz in beträchtlicher Höhe zu zahlen.
Kontextbezogene Werbung als Grund

Weil Google sämtliche E-Mails durchsucht, um kontextbezogene Werbeanzeigen anhand des Inhaltes schalten zu können, sah der EuGH die Privatsphäre der Nutzer verletzt, obwohl Nutzer diesem Vorgehen mit dem Akzeptieren der Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmen. Der EuGH begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass Nutzer anderer Freemailer, die einem Google-Account eine Nachricht schicken, diesen AGB nicht zugestimmt haben.

Daher die folgerichtige Entscheidung;
https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Google-liest-keine-privaten-Mails-mehr-mit/-/id=47428/did=4459532/lbxj5b/index.html hat geschrieben:
Bald ist Schluss mit dem Lesen privater Mails beim Google-Maildienst Gmail – das hat Google am Freitagabend angekündigt. Damit trennt sich das Unternehmen von einer langjährigen Praxis.

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Die Zahl derer, die durch zu viele Informationen nicht mehr informiert sind, wächst. Rudolf Augstein

Zu viel Ideologie hat noch stets zu Terror und Unrecht geführt. Lokalzeitung.

Menschen sind in Ängsten viel stärker verwirrt als Tiere. Eugen Drewermann
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BeitragVerfasst: 05.04.2018, 18:34 
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Es ist zu schön, um wahr zu sein, lieber Expectation. Damit sich niemand darauf verlässt und wir Liebesgrüße nach "Bautzen" schicken müssen, hier die Auflösung:

Zitat:
Liebesbriefe: 125 Euro (bei eher harmlosen Flirts unter Kollegen: 100 Euro)
Geschäftsgeheimnisse: 100 Euro
Terminabsprachen: 50 Euro
Teilen von Familienbildern: 50 Euro
....
Ein warmer Geldregen für Gmail-Nutzer? Das wäre in der Tat zu schön um wahr zu sein: Verehrte Damen, Herren: Hierbei handelt es sich um einen satirischen Text der Verkehrten Netzwelt. Aber vielleicht nimmt der ein oder andere unter euch dies zum Anlass, einmal darüber nachzudenken, mit welcher Währung wir manche Dienste im Netz bezahlen.


Solche Dinge glaube ich erst, wenn sie im Postillion stehen! Aber sonst, eine tolle Beweiskette von dir.
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BeitragVerfasst: 05.04.2018, 18:44 
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Malware, nach dem der Chrome-Spion angeblich sucht, wird doch nicht im persönlichen Dokumente-Ordner abgelegt, oder? Das Durchstöbern des Dokumente-Ordners mit der Suche nach Malware zu rechtfertigen ist wie die Begründung von SPD-Tauss, er habe Kipos für "dienstliche Zwecke" gesammelt.

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... Und hab’s Pflücken nicht gemacht.
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BeitragVerfasst: 05.04.2018, 19:33 
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Es geht um nutzerspezifische Werbung, die durch Programme automatisiert gefunden werden soll.
Da in den Datenschutzbestimmungen die Zustimmung erteilt wird, brauchen sie nicht mal eine Rechtfertigung.

Kritisch wird es nur dann, wenn andere mit hineingezogen werden, die diesen Bestimmungen nicht zugestimmt haben.

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BeitragVerfasst: 05.04.2018, 20:44 
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https://www.datenschutz.org/gmail-datenschutz/ hat geschrieben:
Gründe für die automatisierte Überwachung der Inhalte:

Schutz vor Spam und Malware
Verbesserung der Relevanz von Werbung
Prävention von Kinderpornographie und anderen illegalen Aktivitäten

So kann beispielsweise die Löschung von Emails nicht garantiert werden, da regelmäßig systemweite Sicherheitskopien von Google angelegt werden. Des Weiteren können personenbezogene Daten weitergegeben werden, wenn Google eine Gefahr für die öffentliche Ordnung vermutet.

Welchen Standpunkt sie haben, ist klar in den Datenschutzbestimmungen angegeben und wer ihnen zustimmt, hat sich die automatische Überwachung "gegen illegale Aktivitäten und zum Schutz der öffentlichen Ordnung" ins Haus geholt. Manchmal hilft es, zu lesen was man da so zustimmt, bevor man es tut.

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BeitragVerfasst: 06.04.2018, 19:11 
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Expectation hat geschrieben:
Da in den Datenschutzbestimmungen die Zustimmung erteilt wird, brauchen sie nicht mal eine Rechtfertigung.

:kopfsch: Das stimmt nicht. Die Datensch(m)utzbestimmung, der man zustimmen muss, ist eine Allgemeine Geschäftsbedingung, auch wenn sie meist neben der "offiziellen" AGB der Zustimmung bedarf und so der falschen Anschein erweckt wird, sie sei etwas anderes als eine AGB.
So eine AGB-Klausel zum Datenauswerten ist bereits "überraschend" und nach deutschem Recht deshalb unwirksam, jedenfalls benachteiligt sie den Verbraucher unangemessen und ist auch deshalb unwirksam. Nur weil man etwas in die AGB schreibt, heißt das nicht, dass das Geschriebene auch zulässig ist.

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... Und hab’s Pflücken nicht gemacht.
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BeitragVerfasst: 07.04.2018, 00:09 
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Das steht so direkt ja auch gar nicht da, sondern bewusst schwammig formuliert und verklausuliert.

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BeitragVerfasst: 07.04.2018, 02:16 
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... und ist daher überraschend und damit nichtig.
Smaragd aus Oz hat geschrieben:
Nur weil man etwas in die AGB schreibt, heißt das nicht, dass das Geschriebene auch zulässig ist.

Selbst ein unzulässiger AGB Text gibt Hinweise und Informationen, die vorher zu entnehmen besser ist, als sich nachher zu wundern und auf die Überraschungsmomente zu warten.

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