Seite 1 von 1

Was nennst du „Pädophilie“?

Verfasst: 28.11.2025, 15:49
von Max Weber
Ich bin Anfang des Jahres auf etwas an unserem Sprachgebrauch aufmerksam geworden. Nämlich was genau wir „Pädophilie“ nennen und wann wir uns/jemanden/etwas als „pädophil“ bezeichnen. Daher einmal diese Umfrage: was bezeichnet ihr so?

Auf die unterschiedlichen Altersgruppen gehe ich hier bewusst nicht ganz genau sondern nur grob ein, sonst bräuchte ich vermutlich 30 Antwortmöglichkeiten um alles zu erfassen. 😅

Diese Umfrage habe ich auch schon in anderen Foren eingestellt, darunter GSA und Virtuous Pedophiles und bin gespannt inwiefern sich die Ergebnisse unterscheiden oder bestätigen.

Für die unter euch, die "pädosexuell" genauso benutzen wie ich "pädophil" (emotionale+sexuelle Ausrichtung auf Kinder): schaut ob ihr es passender findet das als eigentlich den gleichen Begriff (synonym) oder als ganz anderen Begriff zu behandeln.

Re: Was nennst du „Pädophilie“?

Verfasst: 29.11.2025, 00:08
von Flaubert
Ich habe gehört, dass es eine Diskussion zu den Begriffen "pädosexuell" und "pädophil" gibt. Die Befürworter des ersten Begriffs wollen wohl eine Angleichung an die Begriffen hetero-, homo- u.s.w.-sexuell. Mir ist das persönlich eigentlich egal, aber ich würde mich wahrscheinlich eher als pädophil bezeichnen, weil mir der emotionale Anteil und die Liebe im romantischen Sinne wichtiger ist. Aber für mich gibt es trotzdem fast immer den sexuellen Anteil, der auf die körperliche Attraktion gerichtet ist, die entstehen kann oder einfach vorhanden ist, je nach Mädchen. Das ist aber missverständlich für viele nicht-Pädos, weil die denken, dass wir automatisch in jedem Moment an Sex mit Kindern denken, was für mich Unsinn ist. Und noch dazu erwachsener Sex, was noch größerer Blödsinn ist.

Re: Was nennst du „Pädophilie“?

Verfasst: 29.11.2025, 12:46
von Max Weber
Aus der Sexualwissenschaft kenne ich diese Bedeutungen: die Sexualpräferenz heißt immer ~philie mit "Nachnamen" und das Sexualverhalten immer ~sexualität.
Homophilie, Heterophilie, Pädophilie → emotional-romantisch und erotische Anziehung, Sexualpräferenz, Gefühlsebene
Homosexualität, Heterosexualität, Pädosexualität → sexuelle bzw romantische Verhaltensebene gegenüber anderen Personen

Hier online kenne ich sonst noch die wie ich finde verständliche aber in meinen Augen kaum hilfreiche Einteilung:
Pädophil → rein emotional-romantische Neigung zu Kindern
Pädosexuell → rein erotisch-sexuelle Neigung zu Kindern

Da beides vom Wesen und Ursprung her sexuell ist finde ich das eher verwirrend, gerade für Neue. Und ginge es bei "pädophil" nur um platonische Freundschaft, wär das einfach nur kinderlieb, aber es hat ja eben schon den romantischen Touch. Doppeldeutigkeiten sind finde ich nie gut für Leute die gerade erst sich selbst zu verorten lernen.

Re: Was nennst du „Pädophilie“?

Verfasst: 29.11.2025, 13:45
von Mitleser
Max Weber hat geschrieben: 29.11.2025, 12:46 Homophilie, Heterophilie, Pädophilie → emotional-romantisch und erotische Anziehung, Sexualpräferenz, Gefühlsebene
Homosexualität, Heterosexualität, Pädosexualität → sexuelle bzw romantische Verhaltensebene gegenüber anderen Personen
Das ist eine sinnvolle und nützliche Definition, die ich auch so unterschreiben würde. Wenn in der Gesellschaft von "Pädophilie" die Rede ist, denken die meisten ja an das sexuelle Ausleben der Neigung, und da sie in der Regel nur ihre "Erwachsenensexualität" kennen, bekommen sie leider ein völlig falsches Bild von uns, denn die emotionale und romantische Komponente gerät dabei völlig aus dem Blickfeld, obwohl gerade sie das ist, was unsere Neigung ausmacht.

Wenn man einfach nur mal die beiden Wortbestandteile übersetzen würde, käme man gleich darauf, dass "Pädophilie" eben vor allem die Hingezogenheit zu Kindern meint und weniger das Ausleben der Neigung. Natürlich kann man Präferenz und Verhalten nicht wirklich voneinander trennen, beide haben ihre Berechtigung, und eine wirkliche sexuelle Erfüllung gelingt idealerweise mit beiden Komponenten zusammen.

Leider wird uns oft nicht einmal das eine gegönnt, sondern rigoros alles verteufelt, was auch nur irgendwie mit Kindern zu tun hat, weil angeblich eine Gefahr für selbige besteht. Wenn das wirklich so wäre, müsste man auch bei Erwachsenen auf konsequente Geschlechtertrennung (oder bei Homosexuellen auf das Gegenteil) achten, denn auch Erwachsene sind oft genug Opfer einer entgleisten Sexualität.

Ich nenne mich jedenfalls gerne "pädophil" und beziehe mich dabei vor allem auf die emotional-romantische Hingezogenheit zu Mädchen, gewisse sexuelle Dinge (z. B. "Doktorspiele) wünsche ich mir zwar schon seit meiner Kindheit, waren aber immer optional. Dass hingegen sogar reiner Körperkontakt oder auch nur meine Anwesenheit (im Bewusstsein um meine Neigung) als kritisch angesehen wird, belastet mich sehr.