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In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 26.01.2026, 13:01
von naylee
Habe gerade einen Trailer gesehen und bin begeistert. Den Film würde ich mir auch ungesehen als Blu-Ray zulegen.

Trailer:

https://m.youtube.com/watch?v=OMYknnjcTv8

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 26.01.2026, 15:36
von cortejador
naylee hat geschrieben: 26.01.2026, 13:01 Habe gerade einen Trailer gesehen und bin begeistert. [...]
Warum? Weil schöne Mädchen dabei sind oder geht es auch um einen Inhalt?

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 26.01.2026, 16:55
von Flaubert
Hab mal geschaut, ich glaube, der Film könnte auch inhaltlich und bezüglich des Erzählstils wertvoll sein.
Aber die Mädchen sind auch nicht zu verachten.

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 26.01.2026, 19:43
von naylee
In der Regel bevorzuge ich Filme, die irgendwie einen Zauber versprühen. Nur hübsche Mädchen reichen mir nicht, da muss schon mehr kommen. Bei diesem Film habe ich tatsächlich das Gefühl, etwas besonderes in der Hand zu halten. Habe ihn mir eben in der Stadt gekauft... so schnell ging das noch nie.

Bin vorhin zufälligerweise drauf gestoßen, der ernste Blick des Mädchens auf dem Cover hat mich sofort eingenommen.

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 27.01.2026, 03:32
von Leni
Das scheint ein super Film zu sein. Mich berührt schon der kurze Trailer.

Muss ich sehen

und sie scheint sehr süss zu sein

https://www.crew-united.com/de/Hanna-Heckt_642301.html

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 27.01.2026, 03:41
von Leni
Die Kommentare hier sind sehr interessant.

https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-sonne-schauen

(Beispiel):
Kommentare

Fand den Film furchtbar
Gespeichert von Katharina am 25. August 2025 - 23:11
Ich hatte mich sehr auf den Film gefreut und sage das nicht leichtfertig. Aber ich fand ihn einfach nur eklig. Die Einstellungen stets düster, die "sinnlichen" Erlebnisse von denen die Rezension spricht, alle so widerlich wie möglich gefilmt. Da wird voll draufgehalten auf Fliegenbeine, tote Fische, den offenen Mund eines Toten, Amputationen ... Die Protagonistinnen wirken alle, bis auf Alma, als hätten sie starke psychische Probleme. Bei uns haben reihenweise Leute das Kino verlassen und wir waren auch kurz davor.
Und das beschreiben sehr viele so....

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 27.01.2026, 04:35
von Leni
Ich bin immer noch bei den Kritiken, die meisten Leute sind entsetzt, der Film muß wirklich interessant sein...

Die finde ich gut:
Ganz großes Kino
Gespeichert von Ulrike am 7. September 2025 - 7:34
Ich hab mir den Film zwei mal angeschaut, und bin sehr beeindruckt, auch weil mir beim zweiten Mal die Zeit blieb, auf vermeintlich nebensächliche Details zu achten. Ich habe selbst einige Jahre auf solch einem Vierseithof gelebt und mich damals oft gefragt, welche Schicksale dort wohl in den Balken stecken. Ich finde, der Film ist ein Meisterwerk, und die negativen Kommentare hier zeigen mir, wie sehr sich die Sehgewohnheiten vieler Menschen durch die vielen seichtsinnigen Produktionen geändert haben.
Das passt leider in die Zeit und die Art und Weise, wie so manche Kritik formuliert wird, leider auch.
In meinen Augen ein Kunstwerk, eine kunstvolle Falle: Es ist ein Horrorfilm. Er zwingt wenig subtil zur Betrachtung intimster Abgründe weiblicher Existenz. Der permanente Würgreiz wird gleich mitgeliefert. Bittersüß, wie Almas niedliche Platt-Stimme aus dem Off den absurden Extremen völlig naive Theorien entgegensetzt: Hätte sie gelebt, ihr Leben wäre „umsonst“ gewesen, haha? Die analytische Beschau der morbiden Suizidreihe ihrer Stellvertreterinnen an dem Schauplatz ist nichts für empfindsame Gemüter.

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 27.01.2026, 07:39
von naylee
Nicht zu vergessen: Zoë Baier.

https://www.crew-united.com/de/Zoe-Baier_733178.html
Leni hat geschrieben: 27.01.2026, 04:35 Ich bin immer noch bei den Kritiken, die meisten Leute sind entsetzt, der Film muß wirklich interessant sein...
Genauso sehe ich das auch :)
Leni hat geschrieben: 27.01.2026, 03:41 Die Protagonistinnen wirken alle, bis auf Alma, als hätten sie starke psychische Probleme.
Lol... genau darum geht es doch in dem Film.




Ich habe ihn mir gestern gleich angeschaut, 2½ Stunden ist er lang und nur ein kurzes Mal hatte ich das Gefühl, es zieht sich. Rätselhaft ist er allemal, ich werde ihn mir bald nochmal anschauen müssen.

Wie ein Traum, ein Sommertraum. Oder ein Alptraum? Geräusche, so greifbar und unglaublich präsent. Es geht darum wer ich bin, wer ich war. Bin ich hier, bin ich nicht da? Ein Sommer, der nie vergeht. Geruch von Gras, von Sommerabenden. Von Tod. Die Welt der Erwachsenen... Geheimnisse. Nichts bleibt, alles geht. Alles ist verwoben wie in einem Traum, scheinbar ohne Zusammenhang und doch verbunden. Wenige Worte, große Geräusche von kleinen Dingen. Unbehagen schleicht sich ein, die Kamera kündigt es an, das Unheil, doch zu sehen ist es nie. Spürbar nur die warmen Strahlen beim Blick in die Sonne, spürbar die eindringlichen Stimmen der Erzählerinnen, die sich hinein bohren, mitten ins Bewusstsein, spürbar die Unschärfe der Bilder und der Staub des Lebens.

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 27.01.2026, 08:33
von naylee
Ich habe gerade einige Rezensionen gelesen. Viele schreiben, der Film sei grausam, todessehnsüchtig und schwer ertragbar.

Ja, einige Szenen sind nicht einfach und die Schmerzensschreie des Sohnes dringen wirklich ins Mark. Dreimal habe ich auch wegschauen müssen - eine durchaus normale Anzahl für einen Film mit FSK 16. Zugleich aber wird der Schmerz auch immer auf eine emotionale Ebene gehoben, es gibt nichts heroisches darin, nichts heldenhaftes, beschönigendes oder rechtfertigendes. Es ist einfach so, wie es ist.
Rezensent Hans-Günter hat geschrieben: ...wenn Kinder in diesem Film über eine Amputation diskutieren hört es für mich auf und ich verurteile es.
Das bringt das Mindset unserer heutigen Gesellschaft auf den Punkt. Kurz und knapp. Wenn es um Kinder geht, ist nur Schönheit und Leichtigkeit erlaubt. Dass dies aber nur eine ideale Vorstellung der letzten Jahrzehnte ist, das wird gerne ausgeblendet. Was haben denn unsere Großeltern denn erlebt im Krieg? Wie alt waren die heute noch Lebenden des Holocaust damals gewesen? Und was werden die heute geborenen Kinder noch erleben, wenn die Welt sich so weiter entwickelt, wie sie es in den letzten Jahren tat? Das Bild der reinen, unbeschwerten Kindheit scheint die ultimative Antwort zu sein. Herzlichen Glückwunsch.

Warst du das, Verehrer? hat geschrieben: ...ruhig reingehen. Und mit Pooocorn und Bierschwaden dumpf den Ekel und die abscheuliche Stimmung ertragen. Der Film ist ein Aufschrei. Die Frage ist nur für was.
Verehrer, das klingt so nach dir. Hast du das geschrieben? Wenn nicht, dein Seelenverwandter hört auf das Kürzel HL :wink:


Vielleicht braucht man auch eine gewisse Freiheit im Kopf um diesen Film zu mögen. Es gibt kein Happy End, wo sich alles auflöst und wohlwollend erklärt. Gerade das macht den Film so interessant.

Re: In die Sonne schauen (2025)

Verfasst: 27.01.2026, 16:21
von Verehrer
nein, ich wäre da mit Bier und Bratwust. Grusel und Horror machen hungrig.