Das Verhör (1981) - Originaltitel "Garde à vue"
Verfasst: 07.06.2026, 22:26
Filmtipp aus dem VOA (ich habe ihn auf deutsch gesucht und gefunden, ich kenne ihn auch nicht, aber er soll gut sein)
Trailer
https://www.videobuster.de/trailer/95298/das-verhoer-trailer
.........
Kompletter Film Deutsch
https://www.youtube.com/watch?v=00yLvAK16z4
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Verh%C3%B6r_(1981)
(Achtung Spoiler)
Das Verhör (Originaltitel "Garde à vue", ein Terminus technicus, der auf Deutsch "Vorläufige Festnahme" bedeutet) ist ein Spielfilm des französischen Regisseurs Claude Miller aus dem Jahr 1981. Der Thriller basiert auf einem Roman des britischen Schriftstellers John William Wainwright und wurde von den Filmstudios Les Films Ariane und TF1 Films Productions produziert.
Handlung
Die Handlung des Films beschränkt sich zeitlich auf die Stunden zwischen einem Silvesterabend und dem darauf folgenden Neujahrsmorgen. Im Polizeirevier von Cherbourg hat sich der angesehene Notar Martinaud eingefunden, um den ermittelnden Beamten einige Fragen zu beantworten. Etwa einen Monat zuvor sind in der Stadt binnen weniger Tage zwei kleine Mädchen vergewaltigt und ermordet worden. Der Film beginnt mit der Ankunft des erfahrenen Polizisten Gallien, der den Notar vernehmen soll, während sein junger Kollege Belmont dessen Antworten protokolliert. Es bleibt jedoch nicht bei einigen ergänzenden Auskünften, sondern es entwickelt sich zwischen Gallien und Martinaud ein verbaler Schlagabtausch, in dessen Verlauf immer deutlicher wird, dass Gallien in Martinaud nicht bloß einen Zeugen, sondern einen Verdächtigen sieht: Dieser hat beim Spazierengehen mit dem Hund seiner Nachbarin eines der Opfer entdeckt und hatte in unmittelbarer Nähe des anderen Tatortes seinen Wagen abgestellt.
Obwohl der in einen vornehmen Smoking gekleidete Notar kaum eine Antwort schuldig bleibt, zerbröselt seine gutbürgerliche Fassade nach und nach unter dem Druck der Befragung. So besteht seine Ehe wohl nur noch auf dem Papier und seine zunächst durchgängig sehr gewählte Ausdrucksweise ist jetzt gelegentlich von Begriffen aus der Vulgärsprache durchsetzt. Aber auch Gallien blickt zunehmend grimmig drein und geht von der respektvollen Anrede „Maître Martinaud“ zum bloßen „Martinaud“ über. Und als Gallien zum Rapport beim Polizeichef ist und von diesem zu größtmöglicher Zurückhaltung ermahnt wird, wird sein Assistent Belmont gegen den Notar sogar handgreiflich.
Das Verhör wird daraufhin mit einem anderen Protokollführer fortgesetzt, bis Martinauds Frau Chantal auf dem Polizeirevier erscheint. Sie eröffnet Gallien unter vier Augen, dass sie ihren Mann für den Täter hält und liefert auch einen Beweis für dessen Schuld. Anschließend konfrontiert Gallien den Notar mit der Aussage seiner Frau, er habe nicht sofort nach Auffindung der Mädchenleiche von zu Hause aus die Polizei angerufen, sondern erst seinen Regenmantel gewechselt. Als Gallien ihm den entsprechenden Beleg der Reinigung präsentiert, kann Martinaud es zunächst nicht fassen, dass seine Frau ihn auf diese Weise der Polizei ausgeliefert hat. Schließlich gesteht er erschüttert und resigniert die Ermordung der beiden Mädchen.
Doch noch während er sein Geständnis diktiert und Gallien vom Polizeichef zur Aufklärung des Falles beglückwünscht wird, beweist ein Zufallsfund seine Unschuld: Ein Polizist hat Blutspuren am Kofferraum eines Autos, das gestohlen und anschließend bei einem Unfall beschädigt worden ist, entdeckt. Daraufhin wird der Kofferraum geöffnet und darin das nächste Opfer des Mädchenmörders gefunden. Plötzlich ist der Eigentümer des Fahrzeugs dringend tatverdächtig und Gallien zerreißt Martinauds Geständnis. Dieser verlässt das Polizeirevier als freier Mann, doch als er zu seiner Frau in den Wagen steigt, muss er feststellen, dass diese sich selbst getötet hat. Fassungslos schreit er nach Gallien, der gerade aus dem Polizeirevier heraustritt.
Trailer
https://www.videobuster.de/trailer/95298/das-verhoer-trailer
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Kompletter Film Deutsch
https://www.youtube.com/watch?v=00yLvAK16z4
Das Verhör (1981)
Regisseur: Claude Miller
Drehbuch: John Wainwright, Claude Miller, Jean Herman
Schauspieler: Lino Ventura, Michel Serrault, Romy Schneider
Genre: Krimi, Drama, Mystery, Thriller
Land: Frankreich
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 23. September 1981 (Frankreich)
Drehorte: Préfecture des Yvelines - 11 Avenue de Paris, Versailles, Yvelines, Frankreich
Handlung:
An einem Silvesterabend begibt sich der angesehene Notar Jerome Martinaud (Michel Serrault) zum Polizeirevier von Cherbourg, um den Beamten einige Fragen zu beantworten. Der erfahrene Inspektor Antoine Gallien (Lino Ventura) und sein sein jüngerer Kollege Marcel Belmont (Guy Marchand) untersuchen die grausamen Se*ualmorde an zwei kleinen Mädchen. Martinaud entdeckte eines der Opfer, als er mit dem Hund seines Nachbarn spazieren ging und soll deswegen nochmals vernommen werden. Zwischen dem geduldigen, aber hartnäckigen Inspektor und dem aalglatten Notar entwickelt sich ein verbaler Schlagabtauschen, bei dem sich Martinaud immer mehr in Widersprüche verwickelt. Als dessen Ehefrau, Chantal (Romy Schneider), zum Verhör gebeten wird, nimmt der Fall eine überraschende Wendung...
Bewertungen:
"Spannendes Kammerspiel um Identität und Differenz von juristischer und moralischer Schuld, das seinen Rang vor allem aus dem glänzenden darstellerischen Vermögen der Protagonisten gewinnt."
Lexikon des internationalen Films
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Verh%C3%B6r_(1981)
(Achtung Spoiler)
Das Verhör (Originaltitel "Garde à vue", ein Terminus technicus, der auf Deutsch "Vorläufige Festnahme" bedeutet) ist ein Spielfilm des französischen Regisseurs Claude Miller aus dem Jahr 1981. Der Thriller basiert auf einem Roman des britischen Schriftstellers John William Wainwright und wurde von den Filmstudios Les Films Ariane und TF1 Films Productions produziert.
Handlung
Die Handlung des Films beschränkt sich zeitlich auf die Stunden zwischen einem Silvesterabend und dem darauf folgenden Neujahrsmorgen. Im Polizeirevier von Cherbourg hat sich der angesehene Notar Martinaud eingefunden, um den ermittelnden Beamten einige Fragen zu beantworten. Etwa einen Monat zuvor sind in der Stadt binnen weniger Tage zwei kleine Mädchen vergewaltigt und ermordet worden. Der Film beginnt mit der Ankunft des erfahrenen Polizisten Gallien, der den Notar vernehmen soll, während sein junger Kollege Belmont dessen Antworten protokolliert. Es bleibt jedoch nicht bei einigen ergänzenden Auskünften, sondern es entwickelt sich zwischen Gallien und Martinaud ein verbaler Schlagabtausch, in dessen Verlauf immer deutlicher wird, dass Gallien in Martinaud nicht bloß einen Zeugen, sondern einen Verdächtigen sieht: Dieser hat beim Spazierengehen mit dem Hund seiner Nachbarin eines der Opfer entdeckt und hatte in unmittelbarer Nähe des anderen Tatortes seinen Wagen abgestellt.
Obwohl der in einen vornehmen Smoking gekleidete Notar kaum eine Antwort schuldig bleibt, zerbröselt seine gutbürgerliche Fassade nach und nach unter dem Druck der Befragung. So besteht seine Ehe wohl nur noch auf dem Papier und seine zunächst durchgängig sehr gewählte Ausdrucksweise ist jetzt gelegentlich von Begriffen aus der Vulgärsprache durchsetzt. Aber auch Gallien blickt zunehmend grimmig drein und geht von der respektvollen Anrede „Maître Martinaud“ zum bloßen „Martinaud“ über. Und als Gallien zum Rapport beim Polizeichef ist und von diesem zu größtmöglicher Zurückhaltung ermahnt wird, wird sein Assistent Belmont gegen den Notar sogar handgreiflich.
Das Verhör wird daraufhin mit einem anderen Protokollführer fortgesetzt, bis Martinauds Frau Chantal auf dem Polizeirevier erscheint. Sie eröffnet Gallien unter vier Augen, dass sie ihren Mann für den Täter hält und liefert auch einen Beweis für dessen Schuld. Anschließend konfrontiert Gallien den Notar mit der Aussage seiner Frau, er habe nicht sofort nach Auffindung der Mädchenleiche von zu Hause aus die Polizei angerufen, sondern erst seinen Regenmantel gewechselt. Als Gallien ihm den entsprechenden Beleg der Reinigung präsentiert, kann Martinaud es zunächst nicht fassen, dass seine Frau ihn auf diese Weise der Polizei ausgeliefert hat. Schließlich gesteht er erschüttert und resigniert die Ermordung der beiden Mädchen.
Doch noch während er sein Geständnis diktiert und Gallien vom Polizeichef zur Aufklärung des Falles beglückwünscht wird, beweist ein Zufallsfund seine Unschuld: Ein Polizist hat Blutspuren am Kofferraum eines Autos, das gestohlen und anschließend bei einem Unfall beschädigt worden ist, entdeckt. Daraufhin wird der Kofferraum geöffnet und darin das nächste Opfer des Mädchenmörders gefunden. Plötzlich ist der Eigentümer des Fahrzeugs dringend tatverdächtig und Gallien zerreißt Martinauds Geständnis. Dieser verlässt das Polizeirevier als freier Mann, doch als er zu seiner Frau in den Wagen steigt, muss er feststellen, dass diese sich selbst getötet hat. Fassungslos schreit er nach Gallien, der gerade aus dem Polizeirevier heraustritt.