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BeitragVerfasst: 28.07.2014, 21:21 
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AoA: Milchzahnlückenalter
"Stell dir vor das Leben wär' einfach und wir könnten uns einfach freu'n. Dann wäre es sicher ganz einfach für dich die Prinzessin der Freiheit zu sein."

Oft sind meine Träume verworren und hässlich, aber manchmal da träume ich von der Schönen Welt. Manchmal habe ich dann Heimweh. - Heimweh ist ja so ähnlich wie Liebeskummer, und wie man sich bei Liebeskummer Fotos von der oder demjenigen anschaut so schau ich bei Heimweh Filme und Gemälde an und höre Musik oder bastle etwas was mich an zu hause erinnert. Weil das vielleicht welchen von euch auch so geht wollte ich schon lange mal eine Sammlung anfangen und hoffe das jemand mitmacht. Eine Sammlung von Dingen die von der Schönen Welt erzählen.
Es ist nicht so, dass das eine andere Welt wäre, nur zeigt sie sich sehr selten. Das ist - wenn ihr im Garten sitzt und die Sonne gerade unter gegangen ist, so langsam eine kühle Priese den heißen Tag vertreibt... niemand sagt etwas und du hältst den Tee schon seit einer halben Stunde in der Hand ohne was davon zu trinken, und leise hört man aus dem Haus wie jemand eine einfache Melodie auf dem Klavier übt.

(Film)
Iblard Jikan
Chihiros Reise ins Zauberland
Kikis kleiner Lieferservice

(Musik)
Funny van Dannen - Prinzessin der Freiheit
Funny van Dannen - Engel
Erik Satie - Gymnopedie
Yann Tiersen - La Valse d'Amélie
Yann Tiersen - La Valse des Monstres
Yann Tiersen - Comptine d'un Autre Éte

Englische Rosengärten
Fotos von den Wüsten auf dem Mars
Impressionistische Gemälde
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BeitragVerfasst: 28.07.2014, 23:37 
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Da der Beitrag mit der Normbrunnenflasche gelöscht wurde, ist dieser hier nun auch sinnlos und kann im Grunde auch gelöscht werden.

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Engelche Engelche flieg!


Zuletzt geändert von Marianne am 29.07.2014, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 29.07.2014, 11:45 
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AoA: Milchzahnlückenalter
Das hast du ganz falsch verstanden. Ignorier einfach den zweiten post.
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BeitragVerfasst: 29.07.2014, 22:17 
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Janus Halbritter hat geschrieben:
Es ist nicht so, dass das eine andere Welt wäre, nur zeigt sie sich sehr selten.

Nein! Man kann sie so oft sehen, aber man braucht Augen dafür. Viele haben sie nicht.
Es sind z. B. diese Männer mit den Jacketts im Flugzeug, die sich an den Mittelgang setzen und die Financial Times zu lesen beginnen, noch ehe der Flieger abhebt. Jahrtausendelang haben die Menschen diesen Anblick herbeigesehnt: einmal die weißen Wolken von oben betrachten können, die funkelnden Seen, die grünen Landschaften, die dunklen Wälder, die goldene Sonne, die hinter den Bergen versinkt und den Himmel noch eine Zeitlang in ein tiefes dunkelblau färbt, während unten schon alles schwarz ist. Mutige Männer sind dafür gestorben, und diese Stumpfsinnigen am Mittelgang lesen sinnlose Zeitungen.

Manchmal stehe ich am geliebten Fluß unten, sehe die waldreichen Hügel hinauf, die leichten Wolken, die Blätter, die Insekten, Vögel, Fische, das Glitzern der Wasserfläche, lasse mich vom Geräusch des Windes durchdringen und inhaliere die Gegenwart. Alles, jedes Zittern jedes Blattes möchte ich in mir wissen, jede Grünschattierung, jedes Blau des Himmels, alle Wärme der Sonne, die Form jedes Regentropfens und den Krater, den er in den Wasserspiegel schlägt, das blaue Blitzen des Eisvogels, den Duft des frischen Heus, es ist zu viel, ich kann es nicht erfassen. Wie lange mag ich hier noch stehen können, wie lange lassen meine Augen noch Licht hindurch, wie lange fühle ich den Atem der Erde noch auf meiner Haut, 20 Jahre mag sein, so Gott will, und ich weiß, ich werde bis dahin nicht satt davon. Dem Teil des Lebens nachtrauernd, der es nicht geachtet hat, vorm Fernseher, im Rausch, vorm Spiegel, im Selbstmitleid, am Mittelgang, und doch voller Glück, es noch erkannt zu haben, das wunderbare Leben.
Sehnsucht? Kaum noch. Mehr der Wunsch, mit Gott und dem Universum im Einverständnis zu bleiben. Heimweh nach dem heiligen Ort, an dem man gerade steht.

Waldbär

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Liebst du die Sonne? ©Mima

http://waldbaer.leadhoster.com/
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BeitragVerfasst: 01.08.2014, 05:10 
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AoA: 6~11 flauschig sind!
Fanclub der Sehnsucht kliegt wie ein Heimatfilm für Senioren aber die Idee mag ich. Ich habe hier einen Regebogenfarben bemalten Stein neben mir liegen der mir viel bedeutet und Sehnsucht weckt.

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Je t'aime t'aime, je t'aime plus que tout! :herz: :herz: :herz:

<<< Lunacon und Lunalimo. Gibt's nur im GLF! :3
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BeitragVerfasst: 03.08.2014, 12:19 
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Waldbär, ich habe Deine Gedanken gleich nochmal gelesen. Ich bin ein beeindruckt. Danke sehr.

Edit:
Das mit den Financial-Times-Lesern hat aber auch Vorteile. So können nämlich statt denen meine Töchter an den Fenstern sitzen und ich schnuffele denen beim gemeinsamen Hinunterschauen in den Haaren.

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... und sie sah die Welt nicht so wie sie war, sondern wie sie sein könnte. aus Cinderella

TorChat: klick auf Profil.
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BeitragVerfasst: 07.09.2014, 10:35 
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Waldbär, du bist ein großer Poet - Respekt! Die (unberührte) Natur ist auch meine Sehnsucht. Liebe und Wald sind bei mir eng mit einander verwoben. Die Luft eines Mischwaldes früh am Morgen, dampfende Nebelschwaden, die Ruhe, die ersten Sonnenstrahlen, die das Laubdach durchdringen, der weiche, noch Tau getränkte Boden, ein paar Vögel, die ihren Morgengruß schmettern... Dann, als Krönung, die Hand eines geliebten Kindes in der eigenen - leider nur ein Traum.
Meine Sehnsucht nach solchen Szenarien ist groß. Wahrscheinlich auf immer unerfüllt. So dann doch Beschränkung auf den kleinsten gemeinsamen Teiler, das Hier und Jetzt, ihr schmachtender Blick in der Schule, die Bisse eines anderen Mädchens, das mir gesagt hat, dass es mich mag... Ich werd noch verrückt. :herz:

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"Und manchmal, während wir so schmerzhaft reifen, dass wir beinahe daran sterben, erhebt sich aus allem, was wir nicht begreifen, ein Gesicht und sieht uns strahlend an" Rainer Maria Rilke
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BeitragVerfasst: 07.09.2014, 17:19 
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Man sollte den Financial-Times-Lesern mal aufmerksam über die Schulter schaun, um sicherzugehen, dass diese die Financial Times nicht benutzen, um mit dieser eine BILD oder ähnliches zu verstecken.

@Janus: Fotos von den Wüsten auf dem Mars habe ich mir auch schon sehr oft angesehen, und als ich noch jung war, habe ich mich in illustrierte Astronomiebücher vergraben, in der Tat verspürte ich auch damals eine Sehnsucht nach fernen Welten, nach den Planeten und Monden am Rande des Sonnensystems, allerdings sind mir diese - und die Marswüsten - doch etwas zu öde und leblos.

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Primark - von Kindern für Kinder
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BeitragVerfasst: 31.05.2017, 22:29 
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AoA: Milchzahnlückenalter
Wikipedia picture of the day, ist das:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ed/John_Singer_Sargent_-_Carnation%2C_Lily%2C_Lily%2C_Rose_-_Google_Art_Project.jpg
Wie die farben leuchten, wie die wiese vertreten ist, die kinder wie selbstverständlich - es wirkt so direkt und ehrlich.

Ich hab wrong planet syndrome und ganz doll heimweh.
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BeitragVerfasst: 18.06.2017, 10:29 
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Wohnort: Kein Busen ist so flach wie das Niveau dieser Party!
Sie sollt sich nich so vorbäugen, mit so einem weitem Shirt. Ich bitte

Ich und mein Vater gucken so. Sie sieht als wär sie ein Koppf größer und das as war sie Junge

Als sie knutschten, richtig mein e ixh

Kennt Ihr Peny Lane? Du kriegstauch nich besseses

Es geht los Jungs

Gestern. Nr. Mega 1 kommt zu mir (was soll sie auch tun). Wir qwatschen, herrje ich kenn sie seit sie 4 ist. Immer lächelt sie. Wirklich. Dann sagt sie, ihr Vater
sry ich mach mal die Orginal-Version . .
Also ihr Vater verbietet ihr echt raus zu gehen am Männertag. Wieso
Alle Tracks fangen sch.. an. Also jetzt mit Flöten, ok
Das war Nr 1 - obwohl sie erst 11 ist, ihr versteht (Hupen ^^)

(An die Alpha-Ovids: ich flirte mit ner 11er mit Mega Hupen und versuch nebenbei Musik zu wechseln)

Nr 2 zählt Erdnüsse. Ich weise sie darauf hin dass .. "Stöhr mich mich nicht beim Rechnen".
Ich sage, das ist kein Rechnen, das ist eine Katastrophe

Nr R sitzt mit Nr 3 neben mir als ich Pause hab. NR R ist nen Russe, ich sprech mit ihr bissl. Aber die voll daneben (Nr R). Nr 3 hingegenen Model top, und sie spricht auch wie Julia Roberts, sie zieht die Vokale und ist endlos am labern. Evtl. 5 cm Möpse aber aber was bekomm ich zu Höhrn? Sie setzen sich ein Tisch neben mich, als ich Pause hab. Und wie es soll sein, klar, es ging um ihr Rasiergel und Büsche. Nr 3 ist übrigens das süsseste schnutigstste Model ever seen.
Und die wußten genau, dass ich alles höhre. Nr 3 guckt mich nicht mal an wenn sie spricht

NR 4 ist die schlimmste. Genau wie die Mutter. Ok genaugenommen ist sie Nr.,2 Entnervt pack ich mein Fahrrad. An der Bushalte liegt eine bäuchlings mit den Armen nach vorn. Sie guckt, sagt nichts. Gucke nur aha Nr 4. Die Kanacken sind etwas vewirrt.
Hoppa das war ja Nr 2. Egal, ganz nebenbei .. habt ihr bei Euch auch schon Neger?

Nr echte 4 ist mir die liebste, aber Mutter nicht. Dafür ist Oma ganz umgänglich. Sie ist recht weich, und das am ganzen Körper.

Jetzt aber nochmal Nr4, lag sie vor mir. An der Bushaltestelle. Sie 11 oder 12 liegt bäuchlings, die Arme vorn. Die Kanacken schaun verwundert.

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Dumm fickt gut. Noch Fragen ??
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BeitragVerfasst: 18.06.2017, 22:35 
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Das schnutigste Girl hatte doch noch gar keine Büsche.
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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 13:23 
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AoA: Milchzahnlückenalter
Zitat:
Sie ist dankbar in dieser Welt sein zu dürfen.

Für ein ewigen Moment ist sie durch und durch dankbar und glücklich. In einer physischen Welt - eine mit Zeit sogar! Wolken und Wiese und Sommer. Aha, so nennt man das. Und einen eigenen Körper hat sie, der fühlen kann und sich erinnern.

Sie sucht in der Erinnerung die letzten paar Sekunden... Er,.. er... saß hier... kam zum meditieren... doch schon nach kurzer Zeit... da hörte alles auf zu sein und war damit verschwunden.

Dann war sie dankbar in dieser Welt sein zu dürfen.

Für ein ewigen Moment war sie durch und durch dankbar und glücklich. In einer physischen Welt - eine mit Zeit sogar! Wolken und Wiese und Sommer. Denn, so nennt man das. Und einen eigenen Körper hatte sie, der fühlen kann und sich erinnern.

Sie sucht in der Erinnerung nach dem Ort wovon sie - sie kennt keine Sprache um zu beschreiben - kein Bild um zu denken - kein Denken kann fassen von wie weit weg sie kommt.

Eine Weile sitzt sie so dar, bestaunt alles Neue wie es sich bewegt und anfühlt und vergeht. Sie will jemanden danken, doch denkt es schließlich ohne Ziel. Dann steht sie auf und nimmt den Weg den er kennt. Um das Leben zu leben das er hatte.


Den Rest der Geschichte mag ich nicht schreiben, weil ab da wird es nur noch traurig: Sie merkt, dass nicht alles schön ist, manche Dinge sogar ausgesprochen hässlich - ein Gefühl das sie vorher noch nicht kannte. Sie versucht ihr neues Leben zu leben, merkt aber immer wieder wie diese Welt sie in ihre Bahnen zwingt. Hier zu sein ist nicht befreiend sondern einengend. Immer wieder hat sie Heimweh, gibt acht, dass der Faden nicht -
sie wird weggerissen, abgerissen, zerrissen. Immer weiter kommt sie fort und die Spuren verwischen. Bis sie Jahrzehnte später denkt: Moment mal, da war doch was, früher einmal.
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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 17:44 
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Wohnort: In der Stadt mit den zahlreichsten süßesten und zugänglichsten Mädchen
Es wäre schön, wen Du das trotzdem zu Ende schriebest!

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Am Anfang war die Tat.
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BeitragVerfasst: 08.09.2019, 21:26 
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AoA: Milchzahnlückenalter
Dazu bräuchte ich zwei Dinge. Ein, wenn nicht happy dann doch mindestens, hoffnungsvolles Ende und die freie Zeit*.

* Letzteres - hab ich mir vorgenommen - nehme ich mir nun öfters für solchen Kram. In letzter Zeit war ich zu sehr mit Dingen beschäftigt, die ich für wichtig gehalten habe. Aber Muse ist auch wichtig, ohne rutscht man ab.

Vor ein paar Jahren schon, hab ich mal ein Märchen angefangen "Als ein Stern vom Himmel fiel" (oder so ähnlich), das eine Metapher für die andere Geschichte sein könnte. Ich schau mal, dass ich das nächste Woche aufschreibe. Wenn nicht, dann schieb mich bitte an ;)
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