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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 10:33 
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Dunkelziffer hat geschrieben:Ich werde wohl bald auch wieder in der Versenkung verschwinden...
Wenn Du jetzt schon mal aus der Versenkung herausgekommen bist, solltest Du überlegen derselbingen nun auch fern zu bleiben. Dich eben nicht irgendwohin wieder zu verkriechen und Deinen Gedanken hilflos ausgeliefert zu sein.
Dunkelziffer hat geschrieben:Ich würde gerne mit Ihnen reden, doch was sagen? Ich kann ihnen schlecht sagen, das sie einfach mein Ventil zum Abbau von schlechten Eotionen waren...
Es wäre aber die Wahrheit, und genau diese sollte es sein. Von wem sollten sie die Wahrheit sonst erfahren. Niemand anders als Du selbst kann dies allumfassend leisten.
Dunkelziffer hat geschrieben:sorry war halt so findet euch damit ab...
Nicht sehr schön ausgedrückt, aber im Prinzip ja. Das was geschehen ist, ist geschehen und lässt sich nicht rückgängig machen. Weder für Dich noch für sie.
Dunkelziffer hat geschrieben:Nein, was sage ich jemandem dem ich geschadet habe... wie tritt man so jemandem gegenüber etc.
Ich denke, es geht nur mit der Wahrheit. Sie haben ein Recht darauf, diese zu erfahren wenn sie es wollen, ohne irgendwelche Verfälchungen von Dir oder gar von anderen. Ob sie Dich verstehen oder nachvollziehen können, kann ich Dir leider nicht sagen. Mit einem Gespräch wird es sicherlich nicht getan sein.
Dunkelziffer hat geschrieben:Auf ruhige Nächte!
Das wünsche ich Dir!

_________________
Bei einem Pädo wäre das nicht passiert.
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 11:11 
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DZ hat geschrieben:Ich bekomme die Zähne nicht auseinander...
Ich find's jammerschade, von Dir keine Chance erhalten zu haben. Soll kein Vorwurf sein! Gab ja Gründe. Trotzdem. Dein Selbstbild stimmt mich traurig. Und das von wegen Versenkung lese ich auch nicht so gerne, Mann.
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 12:47 
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ich denke, jeder Mensch hat irgendwo einen Teufel, den er in sich trägt - und je negativer eine gewisse "Schwingungsebene" ist, in der man sich (meistens über längere Zeit) befindet, um so größer sind die Chancen für diesen Teufel, irgendwo an die Oberfläche treten zu können.

in vielen Fällen ist es der reine Selbshass, der in jenen Momenten eine Projektion nach außen erfährt.
man genügt seinen eigenen Erwartungen nicht und/oder ist einfach nicht in der Lage, sich aus eigener Kraft aus einer Situation zu befreien, die man als belastend, vielleicht sogar als erdrückend empfindet.

natürlich kann das keine Rechtfertigung sein, diesen Hass dann derart zu "kanalisieren".
aber ewige Selbstkasteiung hilft doch auch nicht weiter - was kann man denn mehr tun, als Hilfe anzunehmen, seine Schuld zu erkennen, sie zu bereuen und sich gegebenenfalls dafür bei den Opfern zu entschuldigen?


mit niemals endender Selbstzerfleischung ist niemandem gedient - die Vergangenheit ist vergangen, was zählt, sind Gegenwart und Zukunft.
es besteht meiner Ansicht nach sogar ein höheres Risiko, in irgend einer Art "rückfällig" zu werden, wenn man immer nur rückwärts gerichtet ist und irgendwann bemerkt, dass auch und gerade permanente Selbstverachtung keinerlei "Erlösungspotenzial" besitzt.

früher oder später ist der Punkt erreicht, wo man meint, wieder daran ersticken zu müssen; und wo sich der ganze aufgestaute, destruktive Seelenmüll erneut einen "Kanal" sucht - womit der Teufelskreislauf geschlossen ist..


Hass und Wut sind erst einmal nichts anderes als starke Energien; die Kunst besteht meiner Meinung darin, Wege zu suchen, wie man mit diesen Energien konstruktiv, statt destruktiv umgehen kann.

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Zuletzt geändert von madmax1 am 13.11.2009, 12:49, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 12:48 
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Zuletzt geändert von rambler am 13.11.2009, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 15:46 
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Liebe hier Schreibende,

meine letzten Tage waren mit reichlich Arbeit ausgefüllt, und so hatte ich leider keine Zeit zu schreiben. Es reichte gerade mal dazu, in Ruhe Eure neuen Beiträge zu lesen, und dann in Folge und in Gedanken verharrend, irgendwann einzuschlafen. Es gibt so viel was mir durch Eure Postings durch den Kopf geht und so viel was ich noch zu beantworten und zu schreiben habe. Durch Eure große Resonanz zu meiner verhängnisvollen Tat und meiner "Lebenseinstellung" ,(eigentlich passt der Ausdruck ja nicht wirklich, da ich gedanklich zum Leben ja weniger eine Einstellung habe als zum Tod) hat sich mittlerweile ein Riesenberg von mir "unbeantworteten" Postings aufgebaut. Ich weiß gerade gar nicht ob ich dieser Aufgabe gewachsen bin.

Folgendes will ich aber kurz schon mal ohne lange Kommentierungen schreiben. Ausführlicher dann später eingehen. Soweit ich das überhaupt alles schaffe, denn dieser Thread lebt und das letzte was ich noch ausführlich beantwortet hatte war irgendwo auf Seite 3 und nun sind wir hier bei Seite 5.

Was Sakura geschrieben hat hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.
Für einige andere von Euch waren seine Gedanken nachvollziehbar und ihr habt dies dann auch in Euren Posts mit einfließen lassen.

Das was Dunkelziffer in seinem Beitrag geschrieben hat, hat mich sehr gefesselt, berührt und auch betroffen gemacht. Da passt vieles von dem was er fühlt und beschreibt zu dem wie es bei mir ist.
Wobei ich aber nicht, wie er schreibt ,einen Unterschied zwischen seinen "Taten" und meiner "Tat" machen möchte. Es spielt meiner Meinung nach nicht die Häufigkeit eine Rolle, auch nicht der Beweggrund, sondern einzig die Verletzung des (der) geliebten Menschen.

Liebe Grüße

Forbidden Love
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 18:48 
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Hallo Sakura,
Sakura hat geschrieben: Bei deiner Auseinandersetzung mit dem was Du damals angestellt hast habe ich den Einruck, dass Du dich im Kreise drehst und einem möglichen Endergebnis kein Haarbreit näher kommst. ?
Ja, das trifft den Nagel auf den Kopf. Bestimmte Gedankengänge durchlaufe ich immer und immer wieder. Es ist wie eine Endlosschleife. Da das Geschehene aber eine faktisch unumstößliche Sache ist, ist das Ergebnis meiner Gedanken auch immer das gleiche. Somit ist dann wohl auch kein Endergebnis zu erwarten, da sich ja nichts an der Realität ändern kann.

Sakura hat geschrieben: … Offenbar hat sie dir doch verziehen - oder?
Du könntest allenfalls sagen, die Last deiner Schuld WAR gewaltig,,…
… und es wahrscheinlich für sich als einmal vorgekommene Entgleisung abgehakt.
Genau das ist der Punkt, die Worte die Du da wählst geben es treffender nicht wieder.
Du benutzt die Worte Offenbar und wahrscheinlich und genau dies ist der Punkt. Ich weiß es nämlich nicht. Weder ob sie mir wirklich verziehen hat, noch ob sie es wirklich für sich abhaken konnte. Die äußeren Umstände könnten dies natürlich vermuten lassen, aber die Gewissheit fehlt. Und solange ich diese nicht habe, kann ich leider nicht sagen, das meine Schuld gewaltig WAR.

Sakura hat geschrieben: Du hast danach alles getan was möglich ist, um künftig so etwas zu vermeiden: Therapie, unendliche Selbstreflexion, bis zu einem Punkt wo noch etwas übrig blieb, was dir sehr wichtig ist und wo Du jetzt vor eine Wand rennst.

Was ist das?
Auch hier wieder deine eigene Vermutung:
[...]die immer währende Frage danach, wie die Schäden auf der anderen Seite sind. Wie groß ist der Trümmerhaufen bei ihr?[...]
Wie schon oben geschrieben ist es wohl genau dieser gravierende Punkt. Das nicht wissen, wie es wirklich bei ihr aussieht.
Aber Du sprichst in diesem Abschnitt noch etwas anderers an, das mich sehr belastet. Und auch dies ist ein immerwährender Gedankenbegleiter. Selbstzweifel!! Ja, ich habe die Therapie gemacht und die damalige Situation zu Hauf reflektiert, aber ich kann bis heute nicht mit Sicherheit von mir sagen, dass ich bei einer ähnlichen Versuchungssituation wirklich anders handeln würde. Ich habe damals die Erfahrung machen müssen, daß logische und besonnene Gedanken mich nicht vor dem Geschehenen geschützt haben, da diese einfach nicht da waren. Eine Garantie, das mein Gehirn bei einer ähnlichen Situation jetzt richtig funktioniert habe ich leider nicht.



Sakura hat geschrieben: … Du hast allen Grund, wieder selbstbewusst in die Zukunft zu blicken! Dein Umgang mit dem Geschehenen hätte gründlicher, vernünftiger, intensiver nicht sein können. Hake es ab als einen Fehltritt, aus dem Du gelernt hast.
….. Diese Fehlbarkeit nun anzunehmen, als Teil des richtigen Forbidden Love (denn der unfehlbare war wohl nicht der richtige), ist ein Weg, der nicht nur deine Selbstachtung fördert, sondern auch die einzige Möglichkeit, künftige Fehler dieser Art zu vermeiden.
Das ist ja wie schon oben beschrieben mein Problem. Ich habe mich intensiv damit auseinander gesetzt, aber ich weiß nicht ob ich sicher sein kann in Zukunft solche Fehler zu vermeiden. Und eine solche Fehlbarkeit annehmen möchte ich natürlich nicht. Da wär ich mir lieber ganz sicher und unfehlbar in so einem Punkt. Gerade weil ich mir mit einer solchen möglichen Fehlbarkeit nicht nur selber schaden würde.


Liebe Grüße

Forbidden Love
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 19:34 
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Hi Anonymer,

anonymer hat geschrieben:
Kann den Gedanken nicht nachvollziehen. Wer möchte denn freiwillig unschöne Erinnerungen??
Ich ich hier *meld* :)
Zweck wäre nicht das leid zu teilen, sondern ein Gefühl dafür zu bekommen was in ihr vorging, da ich mir das nur vorstellen kann.
Hm, ?? Bleibt für mich unklar. Wenn Du Dir vorstellen kannst, was in Ihr vorging, warum willst Du dann Ihre Erinnerung an diesen Moment? Das macht nur Sinn wenn Du keine Vorstellung davon hast.

anonymer hat geschrieben:
…Vielleicht ist das ja positiv und würde die Statistisch hohe Wiederholungsrate erklären. Jedenfalls macht mich das nicht neugierig, weil es für mich weniger relevant ist. .
Warum haben die Gefühle des „Opfers“ für Dich eine höhere Relevanz und machen Dich neugierig? Was würdest du dann aus diesem Wissen für Schlüsse ziehen wollen?

anonymer hat geschrieben:
Vermutungen was in ihr passiert ist kann ich nur anstellen wie jeder andere auch.
Wenn der Kontakt wieder gut ist - frag sie?
Denn was in ihr vorgegangen ist, was sie dabei empfunden und gefühlt hat, weiß nur sie allein.
Frag sie, falls es dich interessiert und es möglich ist. .
Wenn das so einfach wär. Ich schrieb ja schon, das ich eine offene Aussprache zwischen uns für sinnvoll erachten würde, aber wie finde ich den Einstieg, dieses Thema mit ihr zu besprechen? Oder aber steht es mir überhaupt zu dies von mir aus zu thematisieren. Hat sie es vielleicht für sich verdrängt und ich verletzte sie erneut, wenn ich sie damit konfrontiere? Das Risiko möchte ich nicht eingehen.


Gruß

Forbidden Love
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 20:30 
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Hallo Madmax1
madmax1 hat geschrieben: eine ähnliche "Versuchungssituation" habe ich vor etlichen Jahren auch einmal erlebt, dem Drang letzten Endes aber widerstanden - eben weil ich nicht wirklich sicher hatte sein können, dass eine derartige Annäherung unbemerkt bleiben wird.
Erst einmal freu ich mich sehr für Dich, dass Du Dir und ihr eine mögliche negative Erfahrung ersparen konntest. Allerdings wirft der hintere Teil Deines Satzes eine Frage bei mir auf. Hättest Du dem Drang nachgegeben, wenn Du keine Angst vor Aufdeckung gehabt hättest?

madmax1 hat geschrieben: … Therapie …dabei helfen, dem eigenen Leben wieder so etwas wie ein tragfähiges Fundament zu geben.zumindest, was den zweiten Punkt angeht, scheint sie ja an deiner Stelle total versagt zu haben.
Ich würde eher sagen, dass was den zweiten Punkt angeht der Versuch da war, aber auch ein Profi an bestimmten Dingen scheitert.

madmax1 hat geschrieben: wobei man auch - gerade in Kliniken - teilweise ganz haarsträubende Dinge erleben kann:…
Das was Du dort erlebt hast ist wirklich kaum vorstellbar und absolut nicht nachvollziehbar.
Wo war denn da die fachliche Kompetenz? Wieso darf solche Inkompetenz auf Menschen losgelassen werden. Am Kopf kratz.

madmax1 hat geschrieben: Todessehnsucht kenne ich, mein Freund; sie ist gefährlich, weil sie einen sehr unheilvollen Sog entwickeln kann, gerade dann, wenn es einem sehr dreckig geht..
und ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe bereits drei Suizidversuche hinter mir, bei jedem davon stand diese ominöse Sehnsucht am Anfang - und der letzte davon hat mir bleibende Schäden beschert, die diese Sehnsucht seither weiter aufrecht erhalten.
ich kann dir daher nur alles Gute wünschen - und dass du nicht doch irgendwann in Versuchung gerätst, eine ähnliche Scheiße zu bauen wie ich..
Ich wünsche Dir natürlich von Herzen auch alles Gute.
Eine Frage noch dazu. Ich entnehme dem Geschriebenen, das Du derzeit auch Todessehnsucht hast. (Wollte zuerst schreiben „unter Todessehnsucht leidest“ aber man leidet ja nicht, sondern wünscht ihn sich) Du schreibst dann weiter, dass bleibende Schäden Deines letzten Suizidversuchs den Wunsch aufrecht erhalten. Muss ich daraus schließen das die Probleme, die zu den vorherigen Suizidversuchen geführt hatten, jetzt nicht mehr bestehen , oder der Umgang mit diesen Dich heute nicht mehr zur Sehnsucht treiben würde? Weiß jetzt nicht ob erkennbar ist, warum ich dies frage. Es geht mir darum zu erfahren, ob es Dir möglich war, Dinge die Dich so weit getrieben haben einen Schlussstrich ziehen zu wollen jetzt von Dir ganz anders bewertet werden.

Gruß

Forbidden Love
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 20:49 
Darf ich deine Antwortwut kurz unterlaufen, FL?
Bestimmte Gedankengänge durchlaufe ich immer und immer wieder. Es ist wie eine Endlosschleife. Da das Geschehene aber eine faktisch unumstößliche Sache ist, ist das Ergebnis meiner Gedanken auch immer das gleiche. Somit ist dann wohl auch kein Endergebnis zu erwarten, da sich ja nichts an der Realität ändern kann.
Mir fällt dazu nur eines ein. Du kannst und willst es immer (?) noch nicht akzeptieren. Du musst auch dir selbst verzeihen können. Ich weiß nicht ob in deiner damaligen Therapie dieser Punkt bearbeitet wurde. Ohne das dies geschieht wird alles beim alten bleiben.

Nur ist dieses "akzeptieren" ein solch schweres Unterfangen das der Ausgang sehr lange auf sich warten lassen kann, wenn er denn überhaupt eintritt.
Nur solltest du niemals alle Hoffnung fahren lassen. Selbst im schwärzesten Schwarz ist noch licht vorhanden.
Weder ob sie mir wirklich verziehen hat, noch ob sie es wirklich für sich abhaken konnte.
Fange bei dir an. Der Rest wird sich ergeben.

Andererseits kannst du auch deine Erlösung bei ihr beginnen. Nur wird dir bei ihrer Antwort immer ein Zweifel bleiben, ob diese denn auch ernst gemeint ist und nicht so gewählt wurde um dich nicht zu verletzen.
Selbstzweifel!! Ja, ich habe die Therapie gemacht und die damalige Situation zu Hauf reflektiert, aber ich kann bis heute nicht mit Sicherheit von mir sagen, dass ich bei einer ähnlichen Versuchungssituation wirklich anders handeln würde.
Du hast Angst. Wenn dem so ist, befrage dich hier selbst, und zwar intensivst, dann sieh zu das du dir Hilfe holst. Angst kann sehr vieles blockieren. Du bist in einem Zwang gefangen.
Eine Garantie, das mein Gehirn bei einer ähnlichen Situation jetzt richtig funktioniert habe ich leider nicht.
Du hast für dein Leben keine Garantie. Es kann von einer Minute auf die andere Enden, ohne das du davon etwas wüsstest. Einfach so. Machst du dir aber darüber Gedanken? Nein. Du kannst nur Vorsichtsmaßnahmen treffen. Mehr geht nicht. Keiner hat eine Garantie.

Tragisch dabei - solange nichts passiert ist alles in Ordnung. Wenn doch gehts dahin.
Und eine solche Fehlbarkeit annehmen möchte ich natürlich nicht. Da wär ich mir lieber ganz sicher und unfehlbar in so einem Punkt. Gerade weil ich mir mit einer solchen möglichen Fehlbarkeit nicht nur selber schaden würde.
Genau das ist der Fluch des Lebens. Du, ich, andere, jeder wird da nicht drum herum kommen.

Wie schon von anderer Seite gesagt, dein Aufbau hat nie stattgefunden. Denke darüber nach.
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 21:10 
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Hallo Rainer,


Horizonzero hat geschrieben:
Madmax hat geschrieben :
…als "Täter" sehe ich keinerlei Legitimation, ein derartiges Treffen anregen, geschweige denn einfordern zu können.
Einfordern sicherlich nicht, aber anbieten kann ForbiddenLove es ihr durchaus. Vielleicht hat sie selber den Gedanken bereits gehabt, und will keine "alten Wunden" aufreißen -traut sich also nicht ihn darum zu bitten.
Aber genau das umgekehrte ist auf jeden Fall von meiner Seite so. Ich traue mich nicht, sie darauf anzusprechen. Ich habe Angst davor womöglich bei ihr alte Wunden aufzureißen.

Horizonzero hat geschrieben: … und Du konntest Dich in dieser Nacht stoppen, hast ein Nonverbales Nein erkannt und Dich daran gehalten.
Ich hätte erst gar nicht „übergriffig“ werden dürfen. Alles was dann später kam war schon viel zu spät.


Gruß

Forbidden Love
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 21:54 
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Hallo Gewürzgurke,

gewuerzgurke hat geschrieben:Darf ich deine Antwortwut kurz unterlaufen, FL?
Aber natürlich darfst Du. Werde das für heute auch mal beenden. Mir schmerzt schon der Kopf.

gewuerzgurke hat geschrieben: Nur ist dieses "akzeptieren" ein solch schweres Unterfangen das der Ausgang sehr lange auf sich warten lassen kann, wenn er denn überhaupt eintritt.
Während meiner Therapie war das natürlich auch öfters Thema. Das wäre dann aber wohl , nach dem hier geschriebenen (gesamter Thread), schon der vierte Punkt, wo meine Therapie sich scheinbar nicht positiv auswirkte. An anderen Stellen wurde ja schon bemängelt, das das Aufbauen eines soliden Fundamentes bei mir wohl versagte. Jetzt kommt noch das akzeptieren meiner Schuld, das Selbstverzeihen des von mir gemachten Fehlers und weiter unten noch die Angst hinzu. Ich war sehr zufrieden mit dem Verlauf meiner Therapie. Ich möchte diese gar nicht in Frage stellen. Ich denke einfach mit der Vielfältigkeit meiner Problematiken hatten wir in den Sitzungen allerhand zu tun. Und bestimmte Probleme konnten nur verbessert, aber leider nicht behoben werden.

gewuerzgurke hat geschrieben: Du hast für dein Leben keine Garantie. Es kann von einer Minute auf die andere Enden, ohne das du davon etwas wüsstest. Einfach so. Machst du dir aber darüber Gedanken? Nein. Du kannst nur Vorsichtsmaßnahmen treffen. .
Na sicher mache ich mir Gedanken darüber. Schließlich besteht ja auch die Hoffnung, das dies eintreten möge. Vorsichtsmaßnahmen?? Das würde ich jetzt als kontraproduktiv einstufen.


Gruß

Forbidden Love
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BeitragVerfasst: 13.11.2009, 23:04 
Tach FL,
Ich war sehr zufrieden mit dem Verlauf meiner Therapie. Ich möchte diese gar nicht in Frage stellen.
Du kannst auch absolut mit der Therapie zufrieden sein. Nur endete sie an einem Punkt an dem sie hätte noch weiterlaufen müssen. Es war eben noch nicht alles in Ordnung. Hattest du von dir aus diese beendet, der Therapeut oder hat die Krankenkasse "nö" gesagt? Wäre interessant zu erfahren. Irgendwer hat da ja einen Fehler gemacht. Möglicherweise war er zu jener Zeit nicht so offensichtlich.

Also am Ball bleiben. Wenn du dich aufraffen könntest wieder ein Fundament fürs Leben herzustellen, dann mach es.
bestimmte Probleme konnten nur verbessert, aber leider nicht behoben werden.
Manche "Probleme" können auch nie "behoben"werden. Aber Wege aus der Miesere können dir helfen, dass diese nicht deine Existenz beherrschen. Du musst über diesen stehen. Wenn das nicht gegeben ist, sieht man sehr gut was diese mit einem machen bzw. anstellen.
Vorsichtsmaßnahmen?? Das würde ich jetzt als kontraproduktiv einstufen.
Diese "Vorsichtsmaßnahmen" bezogen sich auf deine gewollte Garantie das solch leidvolle Handlungen nie mehr stattfinden werden. 100% Sicherheit. Gibt es nicht.

Aufgrund deiner leidvollen Erfahrung und dem Schrecken, dass man selbst zu solch Handlungen fähig war, gepaart mit weiteren Zweifeln und Ängsten ob es denn auch wirklich das letzte mal bleiben wird, wirft dich so brutal derbe aus der Bahn.

Du würdest gerne mit ihr reden. Dann nimm dies als Ziel. Wie du dahin kommen kannst wurde ja schon besprochen. Es liegt jetzt an dir daraus etwas zu machen. Wenn du nicht mehr existent bist , könnte SIE das bei bekanntwerden ebenso in solch eine Situation bringen, in der du dich gerade befindest.

Hypothesen rundherum.

Anfangen musst du schon selber.
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BeitragVerfasst: 14.11.2009, 09:29 
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Puh... ich würde es wahrscheinlich niemals tun. Vergangenheiten so offen hier zu schreiben. Deswegen großen Respekt an jeden hier der sein Leid, zumindest etwas mit anderen teilt....
Dunkelziffer hat geschrieben: Ich werde wohl bald auch wieder in der Versenkung verschwinden...
Das meinst du doch wohl jetzt nicht ernst, oder????

LG
S.

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BeitragVerfasst: 14.11.2009, 23:14 
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AoA: CL -0.9 bis 100
Was du hier für ein Fass aufgemacht hast, Wahnsinn :)
Ich denke aber, dass es dir vieles bringen wird und vielleicht nicht zuletzt eine Lebenseinstellung!
FL hat geschrieben:Wenn Du Dir vorstellen kannst, was in Ihr vorging, warum willst Du dann Ihre Erinnerung an diesen Moment? Das macht nur Sinn wenn Du keine Vorstellung davon hast.
Verstehen und den Wunsch etwas 1:1 nachvollziehen zu können, halte ich für zwei Dinge. Viele Menschen denken, dass verstehen reicht. Manchmal muss man etwas erlebt haben. Geht nun hier nicht um ein Müssen, sondern einfach nur um meinen Wunsch - so schrecklich es ist - zu spühren wie es gewesen sein muss.
Das sind keine versteckten Fantasien selbst, als Kind mal vergewaltigt zu werden. Es ist mehr das Interesse wie das was du getan hast so negativ gewertet wurde.
FL hat geschrieben:Was würdest du dann aus diesem Wissen für Schlüsse ziehen wollen?
Es ist kein Aufbau für ein Wissenschaftliches Experiment, wo ich schon eine Theorie habe. Ich weiß nur, dass ich aus dem nicht wissen keine ziehen kann.
FL hat geschrieben:Ich schrieb ja schon, das ich eine offene Aussprache zwischen uns für sinnvoll erachten würde, aber wie finde ich den Einstieg, dieses Thema mit ihr zu besprechen? Oder aber steht es mir überhaupt zu dies von mir aus zu thematisieren. Hat sie es vielleicht für sich verdrängt und ich verletzte sie erneut, wenn ich sie damit konfrontiere? Das Risiko möchte ich nicht eingehen.
Da bin ich kein guter Ratgeber. Entweder hier fragen oder in nem neuen Thema, ob jemand diesen Schritt, mit seinem "Opfer" zu reden schon gewagt hat.
Das Recht und sogar die Notwendigkeit hast du meines Erachtens ganz ganz klar.
Ich würde dir raten das Risiko sie zu verletzen einzugehen. Wenn sie nicht drüber reden möchte, kann sie das sagen. Will da nun nicht ins Detail gehen und Situationen durch spielen, aber ich hoffe diese Blockade etwas lösen zu können, die du dir aufgebaut hast um dich mies fühlen zu dürfen.

DZ hat geschrieben:Ich werde wohl bald auch wieder in der Versenkung verschwinden...
Wenn hier jemand DZ ruft, werd ich mal tauchen. hat aber niemand gerufen und nach edelsteinen (=smaragt) tauch ich net ;)

_________________
War eine Zeit, da war ein Gott verliebt; In eine Taube weiß und rein; Hat sie gejagt, jedoch die Taube flog; In einen Wald ganz tief hinein © http://www.ostmusik.de/bernsteinlegende.htm Text: Kurt Demmler
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BeitragVerfasst: 15.11.2009, 20:13 
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Hallo Torres,
torres hat geschrieben: ….. (selbst das preußische Militär war da besser... da wurden die Neuankömmlinge gebrochen, um neue, "bessere" Männer aus ihnen zu machen.... du wurdest NUR gebrochen -was sinnvoll war - aber nicht neu aufgebaut - was unverzeihlich war).
Also gebrochen wurde ich durch das schmerzhafte Erkennen, dessen was ich angerichtet hatte.
Ich halte aber auch diese Vokabel im Zusammenhang mit einer Therapie für absolut fragwürdig. Ich bin froh nicht bei einem Therapeuten bzw. einer Therapie gelandet zu sein, deren Ziel es war mich zu brechen. Auf meinem peinlichen und schweren Weg, überhaupt einen Therapeuten zu finden, bin ich auch mal an so einem vorbeigeschlittert. Er arbeitete aber nicht mit freiwilligen Patienten, sondern nur mit welchen, die es als Therapieauflage zum Zwang gemacht bekamen. Es war ein Professor Bintig aus Köln. Später las ich hier im Forum in einem Beitrag von Roki von Ihm.

http://www.girlloverforum.net/GLFarchiv ... 787#p10787

hier ein Zitat aus diesem Posting:

"Endziel ist es, den Trieb zu vergiften", sagt Bintig. "Und zwar so nachhaltig, dass auch Masturbationsfantasien nicht mehr genossen werden können, sondern kritisch hinterfragt werden."

(habe gerade festgestellt, daß ich schon damals eine Antwort auf Rokis Posting erstellt hatte.)

http://www.girlloverforum.net/GLFarchiv ... 848#p10848

Ich bin immer noch heilfroh, daß er nicht mit mir als Freiwilligem gearbeitet hat.

In diesem Zusammenhang muss ich auch sagen, dass er bei mir einen Patienten gehabt hätte, bei dem er sein Ziel (ohne Arbeit) schon erreicht hätte. Ich habe sehr lange darunter gelitten, selbst bei der Selbstbefriedigung in ein tiefes Loch mit Selbsthass zu fallen. Einerseits war da meine Lust, die ich durch Selbstbefriedigung und entsprechenden sexuellen Phantasien mit Mädchen zu stillen versuchte. Dann kam der Orgasmus, aber anstelle der erhofften Befriedigung und Entspannung, kam mit ihm ein Anfall von Selbsthass und Selbstvorwürfen.
Es schüttelte mich förmlich und ich fragte bzw. sagte, meist unter Tränen zu mir : Warum bin ich so, warum gibt es keinen Schalter wo ich diese Neigung abschalten kann, ich will nicht mehr so sein. Glücklicherweise hat sich dieser Zustand mittlerweile gelegt.

torres hat geschrieben: Und du sagst, ihr habt wieder ein Vertrauensverhältnis... nein, habt ihr nicht, behaupte ich.
Vielleicht eine oberflächliche Freundschaft, das ist durchaus möglich. ?
Das schmerzt mich. Ich denke schon, dass es sich um ein Vertrauensverhältnis und nicht nur um eine oberflächliche Freundschaft handelt. Mag sein, das ich das vielleicht aber nicht klar sehe, weil ich mir ersteres natürlich wünsche.
torres hat geschrieben: Aber ich bin mir SICHER: dir wird es keinesfalls besser gehen, bevor diese Sache nicht ausgesprochen wurde. ?
Das denke ich ja auch.

torres hat geschrieben: Hast du es jemals versucht? Wie war ihre Reaktion?
Nein, habe ja schon anderweitig geschrieben warum nicht.

torres hat geschrieben: Hat sie es jemals versucht? Wie war deine Reaktion?
Nein, leider nicht.

torres hat geschrieben: Solange das nicht geklärt ist, wird es zwischen euch stehen, und auch zwischen dir und dem Weg zu einem besseren Leben. ?
Das denke ich auch.

torres hat geschrieben: Vielleicht geht es ihr aber auch wie Kiba, und sie hat sich bislang nicht getraut, "es" anzusprechen, verspürt aber trotzdem das Bedürfnis danach.
Das wäre natürlich schön und wünschenswert, aber wie könnte ich dies in Erfahrung bringen, ohne das Risiko einzugehen sie womöglich mit der Thematisierung erneut zu verletzen?
torres hat geschrieben: Man... wenn ihr euch regelmäßig seht und euch wieder halbwegs versteht, dann muß die Sache doch bei JEDER Begegnung wie ein dicker unsichtbarer Elefant zwischen euch hängen!
Ja, bei mir ist das tatsächlich so. Da schwingt immer ein Gefühl mit, das etwas zwischen uns steht.


Gruß

Forbidden Love
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