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BeitragVerfasst: 15.11.2011, 23:37 
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Hallo Schreibende und Lesende,

es kann "Girl-Love" sowohl aktiv als auch passiv dargestellt werden.

Die Wahlleitung
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BeitragVerfasst: 15.11.2011, 23:41 
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D.h. sowohl aus der Sicht des Mädchens als auch aus der sicht der GL´s?

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BeitragVerfasst: 16.11.2011, 01:35 
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Aktiv und passiv, also ja :wink:

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See you on a dark night
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BeitragVerfasst: 16.11.2011, 01:53 
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Das ist gut, dann kann ich mich ja mal meiner Kreativität freien Lauf lassen.

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BeitragVerfasst: 16.11.2011, 11:41 
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Restil hat geschrieben:
Seh ich auch so. Und wer weiß, vielleicht entpuppt sich der Bademeister ja noch als Pädo. ;)
Greetz,
Thomas


Ich hete ja nicht gedacht, das ihr euch wegen der kleinen Geschichte so in die Wolle kriegt.
Ich wollt die geschichte nicht so lang schreiben, aber der Schwimmmeister ist ein Pädo. Er nimmt das Mädchen in der Arm, nachdem sie ihm von ihren Gefühlen erzählt hat und anschliesend verbringen sie sehr viel ziet zusammen nicht nur im Schwimmbad. Ich wollte das ende ein bischen offen lassen, aber wenn ich es weiter schreiben würde, wären die beiden noch bis heute glücklich zusammen ;) .
Ich hätte es ja auch aus der Sicht des Schwimmmeisters schreiben können, das ist aber für mich nicht so einfach, weil ich das einfach aus der sicht sehe.

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 16:45 
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Zufällige Begegnung

Ein sonniger Tag. Meine Laune war prima und die Arbeit trieb mich von einem Kunden zum anderen. Alle Probleme stellten sich als Kleinigkeiten heraus, welche dann auch schnell behoben waren und so noch Zeit für kleine Gespräche blieb. Der letzte Auftrag vor dem Mittag führte mich in ein kleines Dörfchen. Auch hier wieder wurde es eher ein geselliges Gespräch, weil das Problem einfach nur ein Bedienfehler war. Ach - wenn doch alle Aufgaben immer so leicht zu lösen wären.

Froh gelaunt und mit der Meldung meines Magens freute ich mich nun auf ein gutes Mittagessen. Ich setzte mich ins Auto, kramte meine Sonnenbrille hervor und schrieb noch ein paar Notizen in mein Auftragsbuch. Vertieft in meine Gedanken merkte ich nicht, dass sich jemand meinem Auto näherte. Als es an die Scheibe klopfte erschrak ich und blickte suchend aus dem Fenster. Doch ich sah niemanden. Nanu? Spinne ich jetzt? Es hat doch grad geklopft?
Und wieder klopfte es. Jetzt erblickte ich den Übeltäter, besser gesagt die Übeltäterin. Sie hatte sich nach dem ersten Klopfen geduckt. Ein Grinsen schlich sich in mein Gesicht und ich öffnete vorsichtig die Tür.
„Hallo meine Süße - mein süßer Schatz! Du hast mich vielleicht gerade erschreckt. Mit dir habe ich hier gar nicht gerechnet.“ Ich schaute in die glänzenden Augen meiner kleinen 6-jährigen Freundin Jana. Mit offenen Armen sprang sie mir entgegen und gab mir einen dicken Schmatzer auf den Mund.
„Na du! Was machst'n du hier?“, fragte sie mich.
„Arbeiten. War hier bei einem Kunden. - Aber das ist 'ne tolle Überraschung, dich hier zu treffen!“
„Ah-ja.“, sagte Jana kurz und öffnete die Autotür etwas weiter, weil sie bemerkte, dass ich aussteigen wollte. Als ich ausgestiegen war, hielt ich meine Arme auch noch einmal auf: „Komm her mein Mäuschen!“ Sie hopste mir in die Arme und ich hob sich hoch, drückte sie fest an mich und drehte mich mit ihr ein Mal um die eigene Achse.
„Und was machst du hier? Bist du bei einer Freundin?“, fragte ich sie neugierig.
„Nein, bin mit Mammi hier!“ Ja na deutet mit ihrem Blick auf die gegenüber liegende Straßenseite.
„Was ist da?“
„Ein Friseur-Laden! Mammi will wieder eine hübsche Frisur haben.“
Nachdem Jana ihren Kopf wieder mir zu drehte, schaute sie mir direkt in die Augen. Ein kurzer Augenblick nur, aber ein Moment der tief unter die haut ging. Wir hielten Beide einen Moment inne und es fühlte sich an, als ob tausend Gedanken hin und her wanderten.
„Ich hab dich lieb, Ben!“, flüsterte sie und drückte sich noch einmal fest an mich.
„Das geht mir genauso, meine Süße. Immer wenn ich dich sehe, könnte ich dich knuddeln.“ Ich lies sie runter. „Los, lass uns mal zu Mammi gehen.“

Das Fenster des kleinen Dorf-Frisörsalons war bunt beklebt und man konnte nicht hineinschauen. In dem Moment realisierte ich erst, wie das wohl eben ausgesehen haben muss, wenn uns jemand aus einem Fenster beobachtet hat. Einen Moment später aber dachte ich, mir ist das vollkommen egal, was die Leute sagen. Ich liebe meine kleine Freundin und ihre Eltern wissen es. Sollen sie ruhig erzählen, das der Kerl mit dem kleinen Mädchen offen herumknutschen. Dann werden sie sicher zur Antwort bekommen, dass sie mich kennen und ich ein guter Freund der Familie bin.
Jana streckte ihren Arm in meine Richtung und Hand in Hand gingen wir über die breite Dorfstraße, hinüber zum Frisörsalon. Ich öffnete die Tür und ließ meiner kleinen Lady den Vortritt.

Ihre Mutter saß bereits im Sessel und hatte bereits den Umhang um. Die Friseuse holte eben noch ein paar Pflegemittel und kam mit vollen Händen aus dem Nebenraum. Ich begrüßte Beide mit einem freundlichen: „Guten Tag, die Damen!“. Während dessen gab ich Janas Mutter einen Freundschaftskuss auf die Wange, verbunden mit einer lieben Umarmung, so gut es möglich war. Zum Umarmen sind die Schutzbekleidung und der Friseursessel nicht wirklich gut geeignet.
Ein kleiner Smaltalk begann, wie es so geht, was so demnächst ansteht und was mich in diese Gegend treibt. Auch mit der Dame vom Friseursalon kam ich nett ins Gespräch, bei der Frage, was ich so beruflich mache. Jana stand an meiner Seite und aus den Augenwinkeln heraus konnte ich registrieren, dass ihr das wohl wichtig war. Die Friseurdame jedenfalls kam drauf zu sprechen. „Na? Deinen großen Freund magst du wohl? Sah jedenfalls danach aus, als ihr Beide Hand in Hand hier her kamt.“
„Ja, Ben mag ich sehr.“, sagte sie und kuschelte sich an mich.

Wir plauderten noch ein Weilchen, als Jana plötzlich los stürmte. Sie lief freudig zum anderen Raum, der dem Salon angeschlossen war. Ein fragender Blick dort hin wurde auch sofort beantwortet. „Anni!“, kam es unüberhörbar aus Janas Mund, als sie zu ihrer Freundin eilte. Sie kannte ich noch nicht, und war wohl ein, maximal zwei Jahre älter als Jana. Sie verschwanden im in dem anderen Raum, bevor ich sie begrüßen konnte und ich musste erst mal mit den beiden Frauen vorlieb nehmen. Na ja, zum Quasseln gab es ja immer was.

Eine Weile später kam dann Jana mit ihrer Freundin aus dem anderen Raum wieder heraus und stellte sie mir vor.
„Das ist Anna! ...“ Sie schaute mich an und dann wieder zu ihrer Feundin: „...und das ist Ben, mein Freund.“
„Hi Anna! Und Hallo noch mal, warst ja so schnell weg.“ Ich lächelte sie an und dann zottelte Jana auch schon wieder in den Nachbarraum.
„Wenn die Beiden zusammen sind, haben sie immer irgendwas heimlich zu bereden.“, sagte die Friseuse.
„Ihre Tochter?“, fragte ich.
„Ja. Anna und Jana sind schon verrückt zusammen.“, lächelte die Friseuse und besprach dann mit Janas Mutter ein paar Dinge zur Frisur.


Ich nutzte dann die Gelegenheit, mich langsam zu verabschieden, obwohl ich am liebsten zu den beiden Mädels in den Nachbarraum gegangen wäre. Da war es bestimmt interessanter als hier.
„So ihr beiden Hübschen!“, rief ich Jana und Anna zu. „Ich muss wieder weiter!“ Unterdessen verabschiedete ich schon von den Damen und gab Janas Mutter schon mal einen Abschiedskuss. Dann kamen auch schon kichernd die Beiden Mädchen an gesaust. Ich reichte Anne die Hand zum verabschieden und hockte mich dann herunter, um Jana in den Arm zu nehmen.
„Und? Bekomme ich nen Küsschen zum Abschied?“
Jana nickte, umarmte mich ganz selbstverständlich. „Wann kommst du wieder nach Hause zu Besuch? Ich wollte dir noch was zeigen.“
„Ich weiß nicht, Mäuschen. Vielleicht schon am Wochenende? Mal sehen, ich werde mal schauen, dass ich mir ein bisschen Zeit frei mache. Für dich doch gern!“ Ich lächelte sie liebevoll an und bekam einen langen Kuss aufgedrückt.
Ein wunderbares Gefühl!

Es ist einfach toll, solche eine Beziehung zu einem hübschen jungen Mädel zu haben, ohne das bedrückenden Gefühl, schief angeschaut oder blöd angemacht zu werden. Was wohl Annes Mutter über mich denkt? Egal … ich liebe meine kleine Freundin.
Freundlich winkte ich in den Friseur-Laden, wünschte allen noch einen angenehmen Tag. Beim Gang durch die Tür schaute ich noch einmal zurück, zwinkerte Jana zu, hauchte ihr einen Luftkuss zu und wand mich schweren Herzens wieder meinem Arbeitsalltag zu.

Ach ja, ich wollte ja noch Mittag essen gehen ...

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 19:01 
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Der Tag, an dem ich wieder sprach

„Weist du, Marie ist jetzt im Himmel und beschützt uns.“, wusste sie und sah mich an. Von der tiefen Trauer, die sie sicherlich in ihrem Herzen spürte und auch von den Tränen der letzten Tage war nichts mehr zu sehen. Ich schaute sie an und wusste gar nicht was ich sagen soll. „Wa“ ich räusperte mich „Wahrscheinlich hast du recht“ brachte ich dann etwas stockend hervor. Ich hatte in den letzten Tagen nicht mehr gesprochen. Was gab es denn auch noch wichtiges? Die Frau, die ich von Herzen liebte konnte ich nicht mehr erreichen, sie war fort. Ich war es, der schnell in Urlaub wollte, weg von den Kindern, die mir Tag um Tag auf die Nerven gingen. Und dann voller Hast aus der Einfahrt fuhr, der Sonne entgegen. Ich hätte den Geisterfahrer eher sehen müssen, sie haben im Radio ja noch davor gewarnt, welches ich ausgeschaltet hatte, weil es die Musik unterbrach. Ja, drei Tage ist es nun her, dass ich aus dem Koma erwache, das Bett meiner Frau suche und nur ein weißes Lacken vorfand. „Wo ist meine Frau“, waren meine letzte Worte die ich sprach.

Annabell – sie mochte den Namen nicht – war eines der Kinder, vor denen ich geflohen bin. Sie war ins Krankenhaus gekommen vor 3 Tagen mit ihren Eltern und sofort weinend wieder raus, als sie erfuhr, das Marie T... - fort - ist. Marie war eine wunderbare Frau, die sich so liebevoll um die Kinder gekümmert hat, wie sonst ein Mensch auf der Erde. Viele Eltern brachten ihre Kinder zu Marie, weil der nächste Kindergarten zu weit weg war und Marie sich gerne um eben jene kümmerte.
Ich bekam davon zum Glück nie etwas mit, weil ich zu der Zeit immer auf der Arbeit war, nur Abends, wenn ich nach Hause kam, bekam ich die tägliche Abschiedszeremonie mit.
Kurz kann man sagen, Marie war beliebt, bei den Eltern wie bei den Kindern und niemand konnte sich vorstellen, dass sie einfach so verschwindet.
Annabells Eltern waren noch bei mir, sagten, dass sie mir keine Schuld geben – ich nickte nur und schwieg, was die beiden dann auch dazu veranlasste dem Vorbild ihrer Tochter zu folgen.

Das es nun unbedingt An' war, die es schaffte mein Schweigen zu brechen, nachdem die Ärzte daran gescheitert waren, überraschte mich selber. Aber irgendetwas war dort in ihren Augen, in ihrem Lächeln, das sie mir schenkte.
„Weist du, als meine Oma gestorben ist, hat Mami das auch zu mir gesagt, das habe ich ihr nicht geglaubt“, sagte sie stolz. „Aber warum erzählst du mir das dann?“ „Als ich dann am nächsten Tag auf dem Spielplatz war habe ich mir wehgetan und einer der Jungs, die mich sonst immer ärgerten, kam zu mir und hat mich getröstet und mich zu Maria gebracht.“ Bei dem Wort Maria, schlich sich eine Träne in meine Augen, aber An' erzählte weiter: „Und sie meinte zu mir, ich muss einen Schutzengel gehabt haben, der verhindert hat, das ich mir nicht mein Knöchel verstaucht habe.“ „Und nun glaubst du, dass ich jetzt auch so einen Schutzengel wie deine Oma habe?“ „Nein“, meinte An' , „Ich glaube wir alle haben nun einen Schutzengel!“ mit diesen Worten drückte sie mir einen Kuss auf die Wange und verschwand aus meinem Zimmer.

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 19:08 
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Übrigens, deine Geschichte gefällt mir Miniwinni :)

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 19:18 
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Eure Geschichten sind echt toll.
habt ihr die ausgedacht,
oder ist das wirklich passiert?
Ich wünschte ich könnte auch so gut schreiben wie ihr.

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 20:20 
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Eine Geschichte aus alter Zeit

Es war einmal ein junger Knappe namens Cristan, er war der Sohn eines Edelmannes der selbst nie den Ritterschlag erhalten hatte. So wünschte er für seinem Sohn nichts mehr als das er die Laufban einschlagen sollte die er selbst nie erreicht hatte.

Seid seinem 7. Lebensjahr war Cristan der Page des Ritters Alexander. Er war ein sehr strenger Herr und oft musste Cristan sich die Finger blutig arbeiten und wurde für Verfehlungen mit harten Prügeln bestraft. Als er sein 14. Lebensjahr erreicht hatte, wurde er in einer heiligen Zeremonie von einem Prister zum Schildknappen ernannt, und bekam feierlich ein geweihtes Kurzschwert überreicht. Von dem Tag an wurde ihm das Previleg des Umgangs mit Waffen zu teil und er begleitete seinen Herrn von nun an in Schlachten.

Es war seine Aufgabe sein Schild zu tragen, und ihn mit seinem Leben zu schützen. Er erlernte die Kunst des Kämpfens mit dem Kurzschwert (Langschwerter waren den echten Rittern vorbehalten) und in den Tounieren in denen sein Herr kämpfte verdiente auch er sich Ehren im erfolgreichen Kampf gegen andere Knappen.

Er war nun 20 Jahre alt, und stand kurz vor der Vollendung des 21. Jahres, welches das ist an dem ein Knappe den Ritterschlag erhällt, sofern er genug Ehr und Treu bewiesen hat. Sein Herr Alexander der zwar oft streng mit Cristan war sah dennoch mit wohlwollen auf diesen Tag. Er war stolz auf den jungen Mann der er geworden war, und Keinen Zweifel hatte er das der Junge Cristan nun genug innere Demut erfahren hatte und dem Titel eines "Herrn" mehr als würdig war.

Es geschah in dieser Zeit als Cristan für seinen Herrn ein neues Schwert beim Schmied abholen sollte. Er ging mit festem Schritt über den Markt, als er eines Mädchens vieleicht 10 oder 11 gewahr wurde.

Sie brachte viel ungemach mit, und eine Bettelschale. Knappen wie ihm war es verboten mit solch niedrigem Stand auch nur zu reden, aber sie tat ihm leid und obwohl sie erst so jung war so war er doch von ihrer Schönheit fasziniert. Sie hatte Blonde Haare die nicht ganz bis zur Schulter reichten und obwohl ihre Haare verfilzt und dreckig waren so war das Engelsgesicht aus dem ihre Augen wie blaue Saphire strahlten für einen kurzen Moment fest auf ihn gerichtet. Sie trug zerlumte Kleider die ihren Körper nur teilweise bedeckten

Christan verlor sich in diesen Augen, die Welt wurde leiser und für einen Moment schienen sie wie in einem Leeren Raum zu sein in dem es nur Ihn und das Mädchen gab.

Er schluckte denn er war ja im Auftrag seines Herrn unterwegs und ihm war er zu aller erst zu treue verpflichtet. Pflicht bewusst wendete er seinen Blick ab und nahm mit raschen Schritten den direkten Weg zum Städtischen Schmied. Der stark berrußte Mann schüttelte Christan die Hand und sagte:

"Seyd gegrüßt ich habe hier für euch was ihr braucht, richtet eurem Herrn meinen Dank für sein Vertrauen aus". Christan bezahlte das Schwert und nahm es ehrerbietig in Empfang. Als er die Schmiede verließ prallte er mit dem Mädchen zusammen dem er schon auf der Straße begegnet war. Sie viel sehr unglücklich so das sie sich das Bein an einen am Boden liegenden Stein aufriß, es blutete stark und sie fing an zu weinen.

Der Schmied kam wütend aus seinem Fachwerkhaus blaffte das arme Kind unsanft an:

"Bettelnder Abschaum" ! "Dir werde ich Beine machen" !

Doch bevor der einfache Mann seinen Knüppel erheben konnte stand Christan schon vor ihm. Sein Gesicht war rot angelaufen und die Worte kamen aus vollem Herzen:

"Zügelt eure Wut" !
"Als angehender Herr werde ich einen Eid darauf ablegen die schwachen zu beschützen und bei meiner Teu wenn ihr dem Kind auch nur ein Haar krümmt werdet ihr auf der Stelle meinen Zorn zu spühren bekommen" !

Verblüfft über diesen emotionalen Ausbruch lies der Schmied die Waffe sinken, und sagte etwas zaghaft: "Wie ihr wünscht"

Cristan der noch immer schwer atmete war selbst von sich überascht, denn es wäre nicht nötig gewesen den Schmied der Art rabiat von seinem Tun ab zu bringen. Er war ein Knappe, ein angehender Ritter und somit schon kein einfacher Mann mehr, sondern jemand den man mit "ihr" anzureden hatte.

Um so mehr verwunderte es den Schmied als er tatsächlich das verletzte schmutzige Kind aufhob und zärtlich wie eine Geliebte davon trug, alle Dörfler schauten diesem seltsamen Paar nun mit offenen Mündern hinterher...

Cristan trug sie zu einem kleinen Waldsee den er schon aus seiner Pagen-Zeit kannte. Er war es gewohnt schon als Kind schwere Eimer voll Wasser bis zur Burg zu schleppen. Das unterernährte Kind wog im vergleich dazu fast nichts. Sie hatten den ganzen Weg über nicht ein Wort miteinander gerredet, aber sie blickten sich ohne unterlass tief in die Augen.

Er setzde sie am Rand des See´s ab und begann die Wunde zu reinigen.
Hierfür riss er sich ein Stück des teuren Stoffes den er trug ohne zu zögern von seinem Gewande ab und verband sie sorgfältig. Als er sich erhob und ansetzen wollte zu gehen fing das Mädchen an zu weinen und klemmerte sich fest an ihn. Erst zögerlich dann aber immer fester erwiederte er die Umarmung. Sein Herz war nun von echter und heißer Liebe erfüllt und er konnte es vor sich selbst nicht mehr verleunden. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen und er wusste das er nur diese eine auf der Welt haben wollte. Der Tag wurde länger und länger und als sich die Sonne über den Horizont schob und die Welt in ein Meer aus rotem Licht tauchte, gaben sie sich den Kuss echter wahrer Liebe.

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Welcher Verstand oder Sinn ist ihnen denn zu eigen?
Sie verlassen sich auf die Volkssänger und nehmen die Masse zum Lehrer.
Denn sie wissen nicht, dass die meisten schlecht, wenige aber gut sind.

Heraklit


Zuletzt geändert von Forum-Geist am 17.11.2011, 23:16, insgesamt 2-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 20:34 
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Danke kEsel :herz: - Deine Geschichte hat mich ein wenig traurig gestimmt. Na ja, oder vielleicht eher nachdenklich, aber trotzdem schön.

@Sweety10
Ich sage s mal so: Ich hab mir die Geschichte ausgedacht, als wäre sie wirklich passiert. :wink:

Ob Wirklichkeit oder ausgedacht überlasse ich einfach der Fantasie des Lesers. Vielleicht ist sie wahr? Vielleicht ist sie pure Fantasie? Vielleicht ist sie von jedem etwas?
Ich glaube, dass ist es, was eine Geschichte spannend und lesenswert macht.

@Forum-Geist
*hhhmmmmm* wunderbar!
Ich liebe Mittelaltergeschichten. Spannend und mitreißend erzählt. Wirklich toll!

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 20:35 
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:herz: :herz: :herz: schööööön. :herz: :herz: :herz:

Zu den Zeiten der Ritter war es doch normal, das jemand so eine Junge "Frau" hatte, oder?

Ich würd gern wissen wie die Geschichte weitergeht. :herz:

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 21:00 
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@ sweety10

In meinem Kopf hat die Geschichte stattgefunden. ob sie wirklich passiert ist, hängt davon ab, wieviel wirklichkeit in Gedanken steckt.

Davon abgesehen hat mir deine Geschichte auch gefallen, einfach, weil sie aus Sicht des Mädchens geschrieben ist, welche du von den meisten Anwesenden hier wohl am besten beschrieben kannst.
danke dafür ;)

@ Forum-Geist

Ja, die Geschichte ist auch schön, schön erzählt und tolle Handlung. Wenn das hier so weiter geht, wüsste ich gar nicht welche ich nun zur schönsten Geschichte wählen soll :(

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 21:18 
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@Kesel, nix zu danken, ich hätte es aus der anderen sicht nur schwer schreiben können. Und das schreiben hat mir echt spaß gemacht, aber auch das lesen hier ist klasse;)

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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 22:18 
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Suuuuperrrrrrr Stories. Kompliment. :herz:
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