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BeitragVerfasst: 10.10.2015, 18:25 
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König der Masken
95Min., Drama, China (Hongkong) 1996


Wu Tianmings poetisches Meisterwerk erzählt eine Geschichte vom Sieg der Liebe über die Tradition. Der "König der Masken" (Chu Yuk) ist ein alter Straßenkünstler, der in Chinas seinen Lebensunterhalt mit der hohen Kunst des "Maskenfächerns" verdient.

Laut Tradition kann diese Kunst nur an Söhne vererbt werden. Der kinderlose Mann nimmt einen kleinen Jungen (Chao Yim Yin) zu sich. Als sich herausstellt, dass dieser in Wahrheit ein Mädchen ist, verstößt der Alte das Kind. Doch die Kleine will um jeden Preis bei ihrem "Großvater" bleiben...


Einen Trailer hab ich nicht gefunden, dafür ein Review auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=eNPwxAvMDIo


"Eine ergreifende Geschichte, meisterhaft erzählt." Times
"Ein Fest für die Sinne. [...] ehrlich, aufrichtig und anrührend." Kinder-Jugendfilm-Korespodenz

POESIE und ACTION in vollendeter Form.
Asia-Kino vom Feinsten! Mehrfach preisgekrönt!




Mein Fazit
Das erste mal hab ich den Film auf Arte gesehen. Wegen diesem Mädchen, aber auch einige Erotischen Elemente, hab ich mir den auf DVD geholt und stelle ihn dementsprechend heute vor. Zum Beispiel wird sie beim Pipi machen gezeigt, wodurch der Zuschauer das erste Mal sieht, dass es sich nicht um einen Jungen handelt. Und bei einer Szene schaut sie einem Jungen beim Pipi machen zu, wobei der Schniedel Bildschirmfüllend gezeigt wird daneben hockt das Mädchen, wie sie ihm aufmerksam dabei zusieht. Aber auch die Story ist teilweise total traurig mit einem Happy End. Herausragende Schauspielerische Leistung des Mädchens.

Traurig stimmt mich dabei, das dies zu einer Zeit in China spielte, die Zeit wird leider nirgends genannt, wo Kinderhandel ein ganz normales, vermutlich legales, Geschäft war. So kam er dann auch zu ihr und kaufte sie auf dem "Kindermarkt". War wohl früher dort so. Arme Eltern boten ihre Kinder zum Kauf an. Meistens waren es Mädchens, weil die damals nicht viel Wert waren in den Augen der Meisten. In weiten teilen Chinas ist das bis heute so. Sie machte ihn auf sich aufmerksam, weil sie den Mann laut "Großvater" hinter herrief.
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BeitragVerfasst: 11.11.2015, 11:33 
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Noch niemand?

Also, ich hab mir den letztens angeschaut. "poetisches Meisterwerk" ist zutreffend. Wirklich, es ist einfach schön anzusehen und alles wirkt so authentisch. Die Geschichte ist auch so dicht gepackt, dass man zwar weiß worum es geht, aber nicht den Weg dahin. Und zum Teil habe ich auch am Happy End gezweifelt. Die erotischen Elemente sehe ich, wenn überhaupt, in ihren Verbiegekünsten. Und die Chinesische Sprache ist einfach immer schön anzuhören.
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BeitragVerfasst: 28.02.2016, 10:26 
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Wohnort: In der Stadt mit den zahlreichsten süßesten und zugänglichsten Mädchen
<Spoilerwarnung>

Gestern habe ich mir den Film auch angesehen.
Mir fiel auf, dass er unserem europäischen Verständnis von Gemeinschaft sehr fremd ist - erfrischend fremd!

Der alternde Maskenkönig, der als Schausteller durch die Gegend zieht, Zaubertricks mit Masken vorführt und sich dadurch einen bescheidenen Ruhm erarbeitet hat, leidet darunter, dass seine Kunst mit ihm aussterben wird, weil diese traditionsgemäß nur an einen männlichen Nachfolger weitergegeben werden kann.
Allein das motiviert ihn, sich einen Enkelsohn zu suchen, und zwar durch Kauf an einem Ort, wo arme Eltern ihre Kinder als Dienstpersonal knapp über dem Level von Sklaverei verkaufen.
Ihm wird das als Junge getarnte Mädchen für einen stolzen Preis angedreht. Von da an behandelt er den "Sohn", der ihn mit "Großvater" anredet, liebevoll und ist mit diesem Arrangement glücklich.
Sehr bald fliegt der Betrug jedoch auf. Der Maskenkönig will das Mädchen nicht mehr behalten, lässt sich aber von ihr überzeugen, sie wenigstens als Dienerin zu dulden.
Von da an unterstützt sie ihn bei seinen Darbietungen vor Publikum und führt Turnübungen vor, bei denen man schon vom Zugucken Bandscheibenschäden bekommt O.O
Sie muss ihn aber mit "Herr" anreden und schwere Arbeit auf seinem Hausboot verrichten.

Da fällt schon auf, dass die Beziehung zwischen den beiden ausschließlich auf gegenseitigen Nutzen beruht. Sobald das Kind sich als Mädchen entpuppt, das dem Wunsch des Maskenkönigs nicht entsprechen kann, ändert sich auch die Beziehung grundlegend vom Sohn zur Dienerin.
Man kann als Europäer diese Fokussierung von Menschen auf ihren Nutzen empörend finden - aber machen wir es hier anders?

Trotzdem bleibt die Sympathie für den Maskenkönig auch in unseren Augen ein Stück weit erhalten, weil er stark gelitten hat wegen des drohenden Aussterbens seiner Tradition und dieses Leiden auch deutlich gezeigt hat. Wir sehen ihn aus einer vermeintlich überlegenen Position als jemanden, der in seinem beschränkten Weltbild gefangen ist und aus Unwissenheit Fehler begeht.

Spätestens hier gehen asiatische und europäische Zuschauer getrennte Wege!
Die Unterschiede des Menschenbildes beider Kulturen sind nach wie vor fundamental und aus chinesischer Sicht ist es völlig in Ordnung, den Menschen eine soziale Stellung vorzugeben, deren Verpflichtungen er einzuhalten hat und sich und seine Beziehungen auch im Wesentlichen aus dieser Position zu definieren. Der Europäer sagt hingegen, er wähle seine Berufung frei und seine Beziehungen auch. Am Ende gehen Chinese und Europäer zur Arbeit, denn man muss von irgendwas leben und beide gehen dadurch bedingte Beziehungen mit ihrem jeweiligen sozialen Umwelt ein. Der Europäer behauptet, alles frei gewählt zu haben und sieht auf seinen fernen chinesischen Kollegen herab - aber hat er damit Recht?

Die Liebe zwischen Eltern und Kindern ist ein ganz empfindlicher Punkt in der sich auflösenden europäischen Kultur, sozusagen ihr Überrest, an den sich der sonst kulturell heimatlose Westler klammert wie sonst allenfalls noch an Meinhausmeinautomeinboot.
In diesem Film wird das Eltern-Kind-Verhältnis im klaffenden Gegensatz dazu als bedingt durch gegenseitigen Nutzen dargestellt. Sogar die leibliche Elternschaft gilt als nachrangig gegenüber der notwendigen Funktion eines Kindes. Der Schausteller kauft einen Sohn, weil er ihn für eine bestimmte Funktion braucht - und aus keinem anderen Grund. Als er dieser Funktion nicht mehr entsprechen kann, verstößt er ihn unbarmherzig, und nur eine Ersatzfunktion als Dienerin rettet das Mädchen vor der Obdachlosigkeit.

Es ist verfehlt, sich diese Darstellung aus europäischer Sicht erträglich zu machen, indem man ihr eine Funktion als Anklage gegen ungerechte soziale Verhältnisse zuspricht. Das ist sie nämlich nicht. Das Verhalten des Maskenkönigs ist schlüssig, begründet und kann logisch und emotional nachvollzogen werden - wenn man sich denn einlassen möchte auf das vollkommen andere Menschenbild das in diesem Film zum Ausdruck kommt. Wenn der Bildschirm danach wieder dunkel ist, kann man zur europäischen Sicht zurückkehren und sich an der eigenen überlegenen Gerechtigkeit, bedingungslosen Liebe und Freiheit erfreuen. Denn soziale und ökonomische Zwänge gibt es ja hier nicht.

Der Nutzen, den Maskenkönig und Mädchen voneinander haben nimmt ein jähes Ende, als sie beim Spielen das Hausboot in Brand setzt. Man sieht noch, wie er aus der Stadt zurück kommt und den Brand bemerkt, und übergangslos wird das Mädchen hungrig, schmutzig und obdachlos auf der Straße gezeigt.
Nachdem sie auch nicht als Dienerin zu gebrauchen ist, verliert sie für ihn jede Existenzberechtigung. Der Maskenkönig erscheint auch dann nicht als böse oder rachsüchtig. Es ist die schiere Notwendigkeit, dass sie ihre Lebensgrundlage verliert, wenn sie keinen Nutzen mehr hat. Die Zuschauer empfinden Mitleid, Chinesen wie Europäer. Darauf ist die kleine Bettlerin auch angewiesen. Manchmal stiehlt sie Kartoffeln und fällt dabei einem Kinderhändler auf, der sie von der Straße entführt. Dabei trifft sie einen ebenfalls entführten kleinen Jungen. Beim Betrachten seiner kleinen Teekannentülle hat sie die Idee, ihre Nützlichkeit zu beweisen, indem sie ihn zum Maskenkönig bringt.
Der Junge gehört jedoch reichen Eltern, die nach ihm suchen lassen, und so landet der Maskenkönig im Gefängnis.

Nun kann man sich streiten, ob es wirklich ihr Wunsch war, sich nützlich zu zeigen, oder ob sie den alten Mann so liebte, dass sie alles für ihn tat. Fest steht nur: Ohne ihn ist ihr Schicksal als Bettlerin besiegelt und ihr Leben ständig in akuter Gefahr. Diese Ambiguität, was ihre Motivation betrifft, führt zu unterschiedlichen, jeweils in sich schlüssigen Bewertungen je nach kulturellem Hintergrund des Zuschauers.
Was dann geschieht, macht den Film auch für europäische Zuschauer annehmbar und guckbar, und das hat ihn auch hier bekannt gemacht.
Das Mädchen versucht, den alten Mann zu retten und droht einflussreichen Personen am Ende einer Opernaufführung, sich auf spektakuläre Weise vom Dach des Opernhauses zu stürzen, wenn sie die "Entführung" nicht erklären und ihren Herrn retten kann.
Der Europäer, für den die bedingungslose Liebe zum Alltag gehört, nimmt diese Aktion gerne als Stütze seines Menschenbildes, doch abgesehen von der beeindruckenden Demonstration eines starken Willens kann man es auch als Verzweiflungstat eines Menschen werten, der alles auf eine Karte setzt, weil das Leben sonst ohnehin verloren ist.

Es geht übrigens gut aus, der Maskenkönig kommt frei.

Die letzten kurzen Szenen zeigen ein klassisches Happy-End nach westlichem Muster: Das Mädchen wird als Kind angenommen, darf ihn wieder "Großvater" nennen und wird in die Maskenzauberei eingeweiht. Da ist erstmals für Sekunden zu ahnen, dass die Tradition gebrochen wird, indem das Mädchen als Nachfolgerin angenommen ist.

Aber ist dieser Traditionsbruch wirklich so grundstürzend, dass man ihn als Gegenentwurf zu dem ungerechten sozialen System sehen darf, vor dessen Hintergrund er geschieht?
Ich glaube nicht - auch wenn man als Westler mit dem Mädchen gleich die ganze Welt gerettet sehen möchte. Die Tradition und die sozialen Verhältnisse werden als gegeben hingenommen und innerhalb dieser agiert der Maskenkönig die ganze Zeit regelkonform. Der Traditionsbruch am Schluss wird verdient durch Ausnahmeleistungen, nicht durch Menschenrecht.

Man kann also weit mehr Stoff zum Denken aus dem Film holen als die Oberfläche zeigt. Das Medium Film ist originär westlich und gibt eine bestimmte Dramaturgie vor: Das Happy End muss sein, und das relativiert schon die Bedeutung der Wendung am Schluss, zumal sie auch nur ganz kurz zu sehen ist. An der Tradition wird nicht gerüttelt. Die Ungerechtigkeiten werden sichtbar und verführen zum Mitleid, aber nicht zum Widerstand. Wozu auch? Das neue China ist ebenfalls ungerecht gegen den Einzelnen, der aus seiner Rolle ausschert. Doch wer immer strebend sich bemüht, wissen wir von Goethe, den wollen wir erlösen. Ausnahmsweise.

Oh, dunkles, rückständiges China! Sieh auf zum hellen, fortschrittlichen Europa, denn hier gibt es Freiheit, bedingungslose Liebe und Gerechtigkeit, und falls mal nicht, wird das Himmelreich auf Erden bei den demokratischen Wahlen jedes Mal wieder hergestellt.

Sakura

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Am Anfang war die Tat.
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BeitragVerfasst: 28.02.2016, 11:58 
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@Sakura:

Ich bin beeindruckt!
Eine Filmkritik fernab von Parteiergreifung und subjektivem Weltbild!
Hut ab!

Gruß
Denker

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frank69@safe-mail.net
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BeitragVerfasst: 28.02.2016, 18:31 
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Mal die Ironie abgezogen, habe ich anscheinend ein anders Bild von der europäischen Kultur als du. (Oder auch von der Chinesischen.) Außerdem machst du den doppelten Fehler das reiche Europa von heute mit dem China von damals und der bitteren Armut in der sich der Maskenspieler befindet zu vergleichen. Ich denke es ist neben der vordergründigen sozialen Geschichte eben das genau das zweite Thema: Der Übergang vom feudalen China zur Moderne. Ab und zu spürt man wie im Film diese beiden Welten aneinander vorbeischrammen. Den Fortschritt muss man sich leisten können, und die die es nicht können bleiben in der alten Welt stecken. Genau so geht es auch dem Maskenspieler, er ist gefangen spürt aber trotzdem auch den Druck der Veränderung, der schließlich dazu führt, dass auch er sich verändert und ein Stück weit von den Traditionen Abschied nimmt.

Außerdem muss man bei der Übersetzung aufpassen. So weit ich das verstehe nennt sie ihn erst 爷爷 yéye also Opa, oder Opi, aber in manchen Regionen ist es ganz normal alle älteren Leute Opa zu nennen. Im Deutschen hätte das eher den klang einer Beleidigung. Und das was anscheinen mit "Herr" übersetzt ist heißt im Original 老板 lǎobǎn, was eher Boss oder Chef heißt. Es ist also eher die Beziehung von Chef und Angestellte, die Konnotation Herr und Diener wird da nicht ausgesprochen.
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BeitragVerfasst: 29.02.2016, 21:49 
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Hallo Janus,

Janus Halbritter hat geschrieben:
Mal die Ironie abgezogen, habe ich anscheinend ein anders Bild von der europäischen Kultur als du.


Ein festes Bild zu haben ist immer ein Fehler. Jede Kultur ist in sich vielfältig und widersprüchlich. Ein "Bild", noch dazu eines, das man nur durch die eigene kulturell geprägte Brille sehen kann, verfälscht alles.

Zitat:
Außerdem machst du den doppelten Fehler das reiche Europa von heute mit dem China von damals und der bitteren Armut in der sich der Maskenspieler befindet zu vergleichen.


Er ist eher ein Durchschnittsverdiener - nicht reich, aber er hat sein Auskommen und ist geachtet. Vergleichbar mit einem heutigen Kleinunternehmer, dessen Laden stabil läuft.
Das einzige was ihm fehlt ist der Nachfolger, und dieser kann nicht beliebig, sondern nur gemäß der Tradition kommen. Das lässt er sich einiges kosten.

Zitat:
Ich denke es ist neben der vordergründigen sozialen Geschichte eben das genau das zweite Thema: Der Übergang vom feudalen China zur Moderne.


Nein.
Dass hier und da mal ein Auto erscheint oder ein Soldat in westlich inspirierter Uniform, ist egal. Man kann die Zeit, in der der Film spielt, daher ungefähr eingrenzen innerhalb der Zeit zwischen dem Pazifikkrieg und der Revolution.

Zitat:
Den Fortschritt muss man sich leisten können, und die die es nicht können bleiben in der alten Welt stecken. Genau so geht es auch dem Maskenspieler, er ist gefangen spürt aber trotzdem auch den Druck der Veränderung, der schließlich dazu führt, dass auch er sich verändert und ein Stück weit von den Traditionen Abschied nimmt.


Der Film wurde aus heutiger Perspektive gedreht und kann daher mit bestimmten Einzelheiten der Tradition beliebig umgehen, denn sie gelten im nachrevolutionären China nicht mehr. Daher ist das Spekulieren über die Spannung zwischen Tradition und heutigen Regeln müßig. Ein Mann wird gezeigt, der seine Tradition fortsetzen will, und in der Erfüllung dieser Aufgabe wird er bruchlos positiv gezeigt, auch wenn daraus nach hiesigen Maßstäben grausames Verhalten resultiert. Er hätte das Mädchen sterben lassen, wenn sie sich nicht aus eigener Kraft hätte retten können. Sie hat aus eigener Kraft einen ihr traditionsgemäß nicht zukommenden Platz gefunden - und der Wunsch des Maskenkönigs geht mit dieser kleinen Modifikation in Erfüllung.
Ich sehe den Film als klares Bekenntnis zur Tradition, die diejenigen nicht ausschließt, die sie achten, aber ohne eigenes Verschulden nicht ganz erfüllen können.

Vielleicht gibt es dazu ein Statement von den Machern?
Das wäre interessant - und wenn es das nicht gibt, ist das noch interessanter: Dann dürfen wir weiter rätseln und uns streiten über einen Inhalt, der mehrere Interpretationen zulässt.
Wobei natürlich nur meine maßgeblich ist. Aber das ist ein anderes Thema und soll ein anderes Mal offenbart werden.

Zitat:
Außerdem muss man bei der Übersetzung aufpassen.


Muss man nicht.
Du hast zwar gut recherchiert (Note Eins - setzen!), aber das Falsche da heraus interpretiert.
Dem Maskenkönig ging es einzig und allein um die Begründung eines Verwandtschaftsverhältnisses zu einem Jungen, daher ist die Anrede "Großvater" eine passende Übersetzung. Und das Mädchen war nach ihrer Identifikation als solches ganz bestimmt keine Angestellte mit irgendwelchen Rechten, sondern konnte jederzeit verstoßen und der Obdachlosigkeit ausgesetzt werden. Wenn man das hier und heute mit einem Hund macht, gibt's Ärger. Die Anrede "Herr" ist da wirklich passend.

Sakura

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Am Anfang war die Tat.
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