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BeitragVerfasst: 16.02.2009, 18:38 
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Ich habe mich in diesem Jahr unter die Berlinale geschlichen und eines der Filme gesehen, die am letzten Tag (also gestern) liefen.
Ich tat mir nicht schwer aus der Kategorie "Generation kplus" einen Film aus zu suchen, denn letztlich sind es sicherlich alles Filme die schön an zu sehen sind...

Mein Spontantripp brachte mich in den Film "Who afraid of the wolf" (Wer hat Angst vor dem Wolf), der aus der Tschechei stammt. Bereits in der Vergangnehit sind mir Filme aus der Tschechei sehr positiv aufgefallen, mal ganz unabhängig vom Thema "Girllover".

In dem Film selbst geht es um ein Mädchen namens Terezka (gespielt von Dorotka Dedková, 6 Jahre zum Zeitpunkt des Drehs). Sie liebt die Geschichte vom Rokäppchen das ihre Mutter jeden Abend vorlesen muss und sie entflüchtet in diese Märchenwelt, wenn ihr die Realität zu nahe kommt.
Zuhause bahnt sich langsam ein gewisser Konflikt zwischen den Eltern auf und ohne es mit zu bekommen, belauscht Terezka die Auseinandersetzungen. Doch sie erahnt nicht, was es mit all diesen Unterhaltungen auf sich hat oder was sich da anbahnt. Am nächsten tag auf und glaubt ganz fest daran, dass es ein Traum gewesen ist. Es muss ein Traum sein, denn die Welt scheint wieder in Ordnung. In der Kita ist sie mit ihrem besten Freund zusammen, dem sie all dies erzählt. Er erzählt ihr Geschichten aus seiner Familie und mischt das ganze mit einer Würze an persönliche Fantasie anhand von Filmen oder Erlebnissen. So erzählt er der kleinen Terezka, dass es auf dieser Erde ganz viele Aliens gibt die nur aussehen wie wir. Man erkennt sie daran, dass sie z.B. nicht bluten wenn man sie verletzt oder das sich die Erwachsenen nicht auf der Bank sonnen sondern Energie sammeln (dabei wandert der Blick auf die sonnende Erzieherin beim Ausflug).
Die kleine Terezka "bewaffnet" sich dann für das schlafengehen mit einer Gabel und überlegt lange, ob sie den Test an ihrer Mutter vollziehen soll, denn die muss Außerirdisch sein. Schließlich ging es in den Gesprächen auch um das "verlassen". Terezka wird diesen Schritt nicht schaffen, dafür beginnt sie aber viel darüber nach zu denken, ob ihre Mutter wirklich ihre Mutter ist. Irgendetwas muss da doch falsch sein. Fragen mit denen Sie ihre Mutter auch unweigerlich konfrontiert, doch die Antworten sind wage, sorgen auch für einen Konflikt zwischen Kind und Tochter und machen die Situation die ohnehin schon existiert, deutlich schwerer.

Insgesamt ist dieser Film eine Augenweide, eine wunderschöne Geschichte und er ist bedauerlicher weise am Puls der Zeit wegen des Beziehungsdramas das man im Film erfährt und keine Seltenheit mehr ist.
Es gibt jedauch auch viele Scenen die im Kino für ein Lachen sorgten wegen der originellen Fragen der Kinder an ihre Eltern oder nett gemachte kindliche Zeichnungen die in den Film reingemalt wurden um gewisse Dinge hervorzuheben.
Auch die schauspielerische Leistung der Kinder sind mal wieder beachtlich, selbst der kleine Freund von Terezka sah echt knuffig aus.

Nach dem Film traten dann die drei Hauptdarsteller auf die Bühne, darunter natürlich auch die kleine Dorotka. Ebenfalls anwesend war die Regiseurin des Films.

Es ist fraglich, ob dieser Film ins normale Kinoprogramm kommen wird, bisher gibt es für Deutschland oder International noch keinen Vertrieb, so die Auskunft der Regiseurin.
Man hofft aber durch die Berlinale eine gewisse Aufmerksamkeit bekommen zu haben (Info stammt also aus erster Hand).

Einige Filme der Kategorie "Generation" werden auch auf DVD veröffentlicht.

Sollte der Film doch in die Kinos finden, kann ich ihn empfehlen.
Als Alternative gab es noch "The Girl" (Schweden / Originaltitel: Flickan) den ich leider zu spät entdeckt habe. Klingt aber auch sehr interessant von der Geschichte her und es spielt ein süßes Gesicht mit. Jener Film wurde von der internationalen Jury als "lobende Erwähnung" genannt.

Weitere Infos zum beschriebenen Film inkl. schöner Bilder gibt es hier:
http://www.ceskatelevize.cz/specialy/kd ... alerie.php

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Die Dunkelheit ist das Tor zum Licht
Das Elend ist der Weg zur Schönheit
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{Quelle: Pans Labyrinth}
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BeitragVerfasst: 16.02.2009, 19:35 
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Diki!
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BeitragVerfasst: 16.02.2009, 21:01 
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BeitragVerfasst: 16.02.2009, 21:56 
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klingt intressant schad das ich den net gshen hab

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BeitragVerfasst: 19.02.2009, 01:57 
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Nun, die Hoffnung nicht aufgeben :-)

Auf der Berlinale lief er ja bisher als bis dato einzige öffentliche Vorführung. Es wird aber sicher eine weile verstreichen, sollte er es normal in die Kinos schaffen. Ich rechne mit über einem halben Jahr.

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