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naylee
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Romys Salon

Beitrag von naylee »

Es geht, ähnlich wie bei "Honig im Kopf" um die Beziehung der Enkelin Romy zu ihrer dementen Großmutter. Recht ruhig angelegt liegt das Augenmerk fast ausschließlich auf den beiden, sämtliche andere Figuren sind nur am Rande aktiv. Die kleine Romy besticht durch ihren entweder neugierigen oder wahnsinnig schelmischen Blick. Dass die Kleine ganz nebenbei noch einen mega knackigen Hintern hat, dürfte die Schmelzpunkt beim schauen noch weiter absenken.

Ich jedenfalls habe mir den Film erst ausgeliehen und jetzt auch auf DVD gekauft... den 10er war es mir allemal Wert.

Ach ja, die feuchten Augen vergaß ich zu erwähnen... es gibt so einige Momente, die ich recht emotional wahrnehme.

Trailer: https://youtu.be/CFQ8Mi9dGq0

ROMY: Vita Heijmen

https://www.kino-zeit.de/sites/default/files/styles/filmseite/public/2020-01/romys_salonstill5addmellevanessen.jpg

Vita hat wunderschöne Hände, von ihr würde ich auch gerne die Haare gewaschen bekommen.
Wie nur kann ich derjenige sein, vor dem die Kinder dieser Welt gewarnt werden, von dem sie sich fernhalten sollen, wenn sie doch meine Gegenwart ganz und gar erbaulich finden?
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naylee
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Re: Romys Salon

Beitrag von naylee »

Ich habe mir die DVD gekauft und gestern mit meiner Mutter angeschaut. Sie war begeistert und meinte dann irgemdwann, dass die Kleine echt niedlich aussieht :herz:

Ich sah ihn nun zum zweiten Mal und saß immer noch genauso genannt vor dem Fernseher. Der Film ist echt gut. Ganz sanft, langsam und aus Romys Sicht erzählt. Man fühlt sich mittendrin in dieser Beziehung von Romy und ihrer Oma.

Hier noch ein ausführlicher Artikel, ein paar Filmausschnitte sind auch eingebettet:

https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf2001/kf2001-romys-salon-hg2-krankheit-im-film/

Romys Salon erzählt die Geschichte der zehnjährigen Romy und ihrer Großmutter Stine, die mit fast 70 Jahren noch ihren eigenen Friseursalon betreibt, als sie an Demenz erkrankt. Konsequent aus Romys Perspektive erzählt, befasst sich der Film mitfühlend und humorvoll mit einer unheilbaren Krankheit, die für die Erkrankten wie für die Angehörigen mit großen Lebensveränderungen verbunden ist und macht die Gefühle der Enkelin ebenso nachvollziehbar wie die Empfindungen und Bedürfnisse ihrer Oma. Der Blick des Kindes ist kein naiver Blick, der ausspart oder verharmlost. Es ist kein mitleidender Blick, der dramatisiert und auch kein diskreditierender Blick, der die kranke Frau vorführt. Dem Film gelingt eine feinfühlige und aufgeschlossene Herangehensweise, die auf die belastenden wie die stärkenden Erlebnisse schaut, nachfragt und Mut macht. Für Kinder wie Erwachsene wird dabei erlebbar, dass Demenzkranke bald schon nicht mehr "die Alten" sind, aber auch, dass sich in der Krankheit neue Wege im menschlichen Zusammenleben eröffnen können.

https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/romys-salon-2019
Der kindliche Blickwinkel sorgt dafür, dass Romys Salon solche Themen nur am Rande andeutet – und zugleich ohne jede Sentimentalität den Fokus darauflegt, welche emotionale Last eine Alzheimer-Erkrankung für Angehörige und Erkrankte sein kann. Insofern ist Kamps Film einer der bestmöglichen Kinderfilme, nämlich einer, der eigentlich keiner ist. Seine kindliche und kindertaugliche Perspektive macht allerdings den Blick klarer und der Erkrankung womöglich angemessener, weil er stärker auf das Hier und Jetzt konzentriert ist.

Weil Stine so viel über ihre alte Heimat Dänemark spricht, entschließt sich Romy kurzerhand, mit ihrer Oma dorthin zu fahren – natürlich ohne ihren Eltern Bescheid zu geben, die das nie gutheißen würden. Mit ein wenig erspartem Geld machen sich die zwei auf den Weg.

Die Ähnlichkeit der Handlung sorgt natürlich zwangsläufig für Vergleiche mit Til Schweigers hierzulande sehr erfolgreichem Film Honig im Kopf (dessen von ihm selbst inszeniertes amerikanisches Remake sensationell gefloppt ist), aber damit tut man Romys Salon mehr als Unrecht. Während Schweigers Film vor allem darauf abzielt, möglichst große emotionale Reaktionen zu erzeugen, und seine Welt im Übrigen in „neo-spießige Hochglanzoptik“ taucht, wie Joachim Kurz das treffend beschrieben hat, zeigt Kamp eine realistische Welt, in der die Menschen einfach leben und arbeiten, müde und erschöpft, aber doch einander zugetan sind.
Wie nur kann ich derjenige sein, vor dem die Kinder dieser Welt gewarnt werden, von dem sie sich fernhalten sollen, wenn sie doch meine Gegenwart ganz und gar erbaulich finden?
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naylee
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Re: Romys Salon

Beitrag von naylee »

Noch ein, zwei Bilder...


Bild
https://www.romyssalon.de/img/foto_1.jpg


Bild
https://www.romyssalon.de/img/foto_5.jpg


Bild
https://www.romyssalon.de/img/foto_12.jpg


Bild
https://www.romyssalon.de/img/foto_9.jpg
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