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Forum-Geist
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Forum-Geist »

Ich hatte dann mal die Mutter an der anderen Leitung das war peinlich :oops:
Welcher Verstand oder Sinn ist ihnen denn zu eigen?
Sie verlassen sich auf die Volkssänger und nehmen die Masse zum Lehrer.
Denn sie wissen nicht, dass die meisten schlecht, wenige aber gut sind.

Heraklit
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Spannend wird die Berichterstattung in England oder Amerika. Beispielsweise meinen einige, Bademode wäre Kleidung wie sie Frauen tragen und das würde die Aufmerksamkeit gefährlicher Personen wecken.

Gibt ja nix interessanteres als Bademode. :roll:
Da aber Hinz und Kunz ihren Schizophrenieschüben freien Ausgang gewähren, ist ja alles denkbar.
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Quelle: Legal Tribune ONLINE
Überschrift: Wider die gefühlte Wahrheit
Datum: 09.03.2014
"Truthiness" ist der Wahrheit in der Politik vorzuziehen

Zum Repertoire heutiger Wahlkämpfe zählt laut Cato-Institut das "Wissen", dass "die Demokraten rosa-kommunistische Flaggenverbrenner seien", die die Steuerfreiheit von Kirchen nur abschaffen wollten, "um Abtreibungen zu finanzieren, damit die Stammzellen genutzt werden können" aus denen "Hasch-rauchende Lesben erzeugt“ würden.

Solcherart politische Ein- oder Ansichten bezeichnet der Verfasser des Amicus-Curiae-Schriftsatzes als "Truthiness", also als eine Qualität von "Wahrheit", die den Menschen gleichsam aus dem Gedärm argumentieren lasse – in Deutschland seit den 1980er-Jahren als politisches "Bauchgefühl" bekannt. Ein Argument müsse sich "richtig anfühlen", "ohne Rücksicht auf Beweiskraft, Logik, intellektuelle Durchdringung oder die Tatsachen".
Politisch emotionalisieren (Propaganda, Populismus) wie in Talk-Shows hat in Amerika einen herausragenden Stellenwert, der in Gesetze einfließt.
Ich habe mich gefragt, warum so viele Lügen erzählt werden können, da ich mich über manche Äußerungen zuletzt nur kaputt lachen und und darüber weinen konnte gleichermaßen.
Es braucht nur einen emotionalen consent, der sogenannte Gleichmarschgedanke und die damit verbundene Überheblichkeit der Gruppe.

Nur wie will man gegen eine Wand aus Luft und ohne Substanz kämpfen, die für sich einnimmt konsistent zu sein und alle anderen als das bezeichnet, was sie selbst ist, die sogenannte ich-spiegel-mein-innerstes-in Dir-Koppelung.
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Hohe Personalkosten für Gefängnisse wären ein Grund gegen das Besitzverbot.
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Warum man Justizminister Heiko Maas dankbar sein könnte:
Mit seinen Verbotsvorschlägen läuft es darauf hinaus, dass diese bereits unter dem Begriff "Posing" abgedeckt sind und de facto keine Veränderung der Gesetzeslage bewirken.
Posing wird aktuell nicht geahndet, weil keine Rechtssicherheit vorhanden ist. Keiner weiß, wie man das definiert oder abgrenzt. Daher werden ausschließlich eindeutig sexuelle Handlungen unter dem Begriff Pornografie bestraft.

Effektive Bekämpfung wie mehr Personal gibt es nicht. Somit wurde einerseits kostenlos der Bevölkerung weiß gemacht, es wird was getan und andererseits verändert sich eigentlich nix. Rechtsunsicherheit wurde gestärkt und somit bleibt alles beim Alten.
Nichts bis auf die Zustimmung im Volk. Dadurch profiliert sich Maas einerseits, andererseits ist die Masse zufrieden, sieht das etwas getan wird und medial geschürte Aggressionen sind erst einmal gestillt.

Damit schadet er einerseits niemandem und andererseits können so ein paar völkische Rachegedanken befriedigt werden.
Jetzt könnten wir sagen wie schlimm das für uns sei usw. und einen Schein bilden. Ich sags aber offen: Ich respektiere diesen Schritt, der humanistischer und diplomatischer nicht sein kann, selbst wenn es ein Versehen war.
Gleichzeitig sage ich aber: Sollte eine tatsächliche Verschärfung kommen, wird das nicht folgenlos bleiben und transatlantische Beziehungen gefährden.
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Tropi
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Tropi »

Gast hat geschrieben:Warum man Justizminister Heiko Maas dankbar sein könnte:
Mit seinen Verbotsvorschlägen läuft es darauf hinaus, dass diese bereits unter dem Begriff "Posing" abgedeckt sind und de facto keine Veränderung der Gesetzeslage bewirken.
Posing wird aktuell nicht geahndet, weil keine Rechtssicherheit vorhanden ist. Keiner weiß, wie man das definiert oder abgrenzt. Daher werden ausschließlich eindeutig sexuelle Handlungen unter dem Begriff Pornografie bestraft.
Ich glaube, du siehst da etwas verkehrt. Immerhin eröffnet es den Richtern nun mehr aus eigenem Ermessen zu urteilen, also aus dem Bauch herraus. Unter "Posing" bleiben ihm per Gesetz weit mehr Möglichkeiten der strafrechtlichen Bewertung, als wenn er sich stur an den bisherigen Gestzeswortlaut halten müßte.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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asgl
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von asgl »

Auf deutsch: Demnächst kann jeder Staatsanwalt quasi jeden anklagen (oder zumindest die Wohnung auf den Kopp stellen), den er möchte.... genaugenommen kann man dann jeden Menschen wegen seiner zu Hause entstandenen Fotos verknacken.

Was nicht einen Fall von wie auch immer gearteten Gewalt gegen Kinder verhindert. Nach Aussagen von Psychologen könnte die erneute Getzesschärfung sogar mehr ECHTE Kinder-Opfer bringen.


Liebe Grüße
asGL
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Sieht man ja im Fall Edathy wie willkürlich auf Rechtsstaatlichkeit gepfiffewn wird. Das nimmt besorgniserregende Züge an.
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Lavinia Halbritter
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Lavinia Halbritter »

Wir sind gerade zwei Schritte von der Diktatur entfernt. Mit diesem Gesetz ist es dann nur noch einer.
asgl
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von asgl »

Zwei Schritte? Genaugenommen haben wir die schon seit vielen Jahren...
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Lolimat
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Lolimat »

Es ist ja auch schon seit den 80ern 5 vor 12.

... und sie sah die Welt nicht so wie sie war, sondern wie sie sein könnte. aus Cinderella

TorChat: klick auf Profil.
Fetzer
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Fetzer »

Ich finde dass die Bestrafung dafür nur dazu führt -also wenn sich das Trauma der Bestrafung dann gelegt hat (das dauert jedoch Monate lang)- sich anderweitig zu orientieren, ins Abseits zu geraten, in die grenzenlose Abscheulichkeit zu fallen.
Wenn man z.B. per google Suche, mit den Wort "vietnamkrieg" Bilder sucht, hat man schon mal einen Konflikt! Klar würde niemand bei der Suche von erotisch reizenden Material sich an Worten bedienen die nicht mal im entferntesten damit im Zusammenhang liegen.
"Psychoanalyse ist die Geisteskrankheit, für deren Heilung sie sich hält"

_____________________________________________Karl Kraus 1899
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Kindesschutz war angedacht, aber es wird übertrieben und damit wird immer weiter gemacht. Was gut gedacht war nimmt extrem-radikale Formen an, die so nicht mehr vertretbar oder hinnehmbar werden. Bei der nächsten Strafverschärfung passiert etwas. Ich bin bereit, mein Leben dafür zu opfern und diesem Wahnsinn entgegen zu treten, sollte eine neue Verschärfung kommen.
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Cocolinth
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Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Cocolinth »

Gast hat geschrieben:Ich bin bereit, mein Leben dafür zu opfern und diesem Wahnsinn entgegen zu treten, sollte eine neue Verschärfung kommen.
:o


Ich stell mir vor, wie sich einer oder mehrere unserer Spezis hier in Panik ob der Kriminalisierung ihrer sorgsam aussortierten Grauzonen-Kinderporno-Ausschnitte sonntagmorgens auf dem einsamen Rathausplatz ihrer Kleinstadt samt handgemaltem Pädo-Protestplakat aufstellen, mit Benzin übergießen und anzünden...


... und sich dann wundern, warum die Feuerwehr sich Zeit lässt. XD!!



Naja... vielleicht setzen sich die Kandidaten dann vielleicht doch mal bei einem (!) guten Glas Wein an den Küchentisch und knobeln was EFFEKTIVERES aus, wie sie ihr Leben in die Waagschale werfen können, wenn schon. Hoffen darf ich ja wohl? ;-)
Sex mit Kindern ab 14 ist (in D) per se legal:
  • „Der Gesetzgeber traut diesen zu, über ihre Sexualität in einem gewissen Umfang selbst zu bestimmen. […] eine pauschale Strafbarkeit besteht somit nicht. [Nur] In besonderen Fällen ist […] der Sex […] unter Strafe gestellt.“
(Thx @ ChrisGL&Anwalt)
Gast

Re: Argumentationen gegen das Besitzverbot

Beitrag von Gast »

Ein Pädophiler setzt sich, durch das Äußern einer öffentlichen propädophilen Meinungsäußerung, einer Lebensgefahr aus.
Was ein Risikio bleibt und ohne welches es nicht geht. Das andere ist die berufliche Reputation die völlig zerstört wird. Bei der nächsten Verschärfung bin ich bereit, das Risiko dieser Verluste einzugehen. Das heißt aber nicht lieber Coco, dass ich kopflos oder überstürzt handel- nur das ich etwas tue und weniger reden werde. Das fängt bei Unterzeichnungen und Demonstrationen an und hört mit einem öffentlichen Kampf auf.
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