Ich möchte den Flim mal hochholen. Im VOA wird der Geburtstag von Alice Liddell (4.5.1852) gefeiert und anläßlich dieser Film geschaut.
Er ist wirklich wunderschön, aber kostenlos habe ich ihn nur auf englisch gefunden, hier:
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https://www.youtube.com/watch?v=wwnoJ-WSEEY&t=4s
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Das wahre Leben der Alice im Wunderland
Das wahre Leben der Alice im Wunderland ist ein britisches Filmdrama, das unter der Regie von Gavin Millar nach einem Drehbuch von Dennis Potter im Jahr 1985 erschien.
Der Film greift das reale Leben von Alice Liddell (1852–1934) und Charles Dodgson / Lewis Carroll (1832–1898) auf, ihre Beziehung zueinander und die Entstehung der Geschichte, die später als Alice im Wunderland veröffentlicht wurde.
Im Film vermischen sich reale und fantastisch-halluzinatorische Elemente sowie die Zeitebenen von Alices Gegenwart im New York der Great Depression und ihrer Kindheit in der viktorianischen Zeit.
Handlung
Der Film beginnt in der Redaktion der New York Herald Tribune, in der sich die Journalisten auf das Interview mit der 80-jährigen verwitweten Alice Liddell Hargreaves vorbereiten.
Der ehemalige Reporter Jack Dolan erfährt so ebenfalls von dem bevorstehenden Besuch.
Alice reist mit ihrer Begleitung Lucy im Jahr 1932 anlässlich der Hundertjahrfeier von Charles Dodgson mit einem Ozeandampfer nach New York.
Als diejenige, für die Dodgson unter seinem Künstlerpseudonym Lewis Carroll einst das berühmte Kinderbuch Alice im Wunderland schrieb, soll sie dort an Stelle des verstorbenen Autors eine Ehrendoktorwürde der Columbia University entgegennehmen: „Derart mit der Vergangenheit konfrontiert, erlebt sie in ihrer Erinnerung nochmals die Begegnungen mit Carroll und der fantastischen Welt des Wunderlandes.“
Alice ist mittlerweile eine ältere Dame viktorianischer Prägung, die zum ersten Mal nach Amerika kommt und mit „würdevoller Verachtung auf ein Land voller ‚riesiger Horden des Pöbels‘“ blickt.
In Rückblenden erinnert sich Alice an ihre behütete Kindheit mit ihren Schwestern Edith und Lorina in Oxford, wo ihr Vater am Christ Church College Dekan war und der sonderbare und stotternde Charles Dodgson als Mathematiklehrer arbeitete. Er bemühte sich sehr um die Kinder, vor allem Alice, erzählte ihnen Geschichten und machte Ausflüge mit ihnen.
Bei ihrer Ankunft in New York wird Alice von Reportern, darunter Sally Mackeson und Jack Dolan, belagert, die eine Story über Alice im Wunderland schreiben wollen. Der junge, charmante Jack Dolan hilft Alice und Lucy durch den aufdringlichen Pulk von Berichterstattern und folgt ihnen in ihr Hotelzimmer im Waldorf Astoria. Er zeigt sich unbeeindruckt von Alice’ abweisendem Auftreten und flirtet sogar mit ihr.
Als er sie als „Dreamchild“ bezeichnet, weicht Alice’ heitere Stimmung großer Beklommenheit. Sie spricht mit der bestürzten Lucy über ihren kommenden Tod, bevor sie sich kurz hinlegt. Lucy wird von dem immer noch in der Suite wartenden Jack Dolan überredet, mit ihm in der Hotelhalle Tee zu trinken, ist aber immer noch traurig, weil für sie als Waise Alice ihre einzige Bezugsperson ist, der sie viel verdankt.
„Eine verrückte Teeparty“
Die Rückblende zeigt eine sommerliche Ruderbootsfahrt auf der Themse mit Dodgson, Reverend Duckworth, Alice, ihren Schwestern und ihrer Mutter. Alice, verunsichert durch Dodgsons anhaltenden, bewundernden Blick, bespritzt ihn mit Wasser, entschuldigt sich dann aber auf Geheiß ihrer Mutter. Sie küsst ihn mit den Worten „Ich habe nur gespielt“ auf die Wange und streicht dem fassungslos wirkenden Dodgson das Wasser aus dem Gesicht. Dodgson beginnt zur Erheiterung der Mädchen eine Geschichte über „Eine verrückte Teeparty“ mit dem Hutmacher.
Die erwachte Alice sieht in der Suite plötzlich Dodgson im Spiegel. Verängstigt findet sie im Salon den Hutmacher, die Haselmaus und den Märzhasen, die nun gealterten und bedrohlichen Teilnehmer der einstigen Teeparty, vor. Im nächsten Moment nimmt sie als Kind am Tisch Platz. Als der Hutmacher sie als alte, hässliche, vergessliche Hexe beschimpft, die tot sein sollte, ist sie wieder die betagte Alice. Die Szene endet mit Dodgson im Boot, der die Geschichte erzählt.
Der mit Jack Dolan zurückkehrenden Lucy erzählt die verstörte Alice, dass sie von Dodgson träume und „alles zurückkäme“. Zudem ist sie überfordert von einem kurz vorher erfolgten Telefonanruf mit einer Interviewanfrage. Dolan berät sie, wie sie dadurch Geld verdienen könne.
Er beginnt sich bald unentbehrlich zu machen und wird Alices Agent, der ihr hilft, sich in der modernen Geschäftswelt zurechtzufinden. Im Laufe der folgenden Tagen unterhält sie sich mit Dolan über einen Termin bei Paramount Pictures, bei dem sie öffentlichkeitswirksam der Verfilmung der „Alice-im-Wunderland-Geschichte“ ihren „offiziellen Segen“ geben soll.
Sie registriert die Verliebtheit von Lucy und Dolan, äußert aber, dass ihr „Liebe immer schon am meisten Angst gemacht habe, sie sie aber stets bei anderen erkennen würde“. Immer öfter findet sich Alice in Kindheitserinnerungen und halluzinatorischen Episoden im Wunderland, das ein bedrohlicher Ort geworden ist, wieder.
Sie erinnert sich an ihr Unverständnis, als ihre Mutter seinerzeit alle Briefe Dodgsons an sie vernichtet hat, und an ihre Begeisterung über das Buch mit der Geschichte, die Dodgson für sie aufgeschrieben hat.
In einer Szene ist Alice wieder als Mädchen im Kimono bei Dodgson in seinem Fotoatelier. In der abgeschlossenen Atmosphäre des Labors, wo sie zusammen Fotos entwickeln, betrachtet er Alice lange sehnsuchtsvoll. Es scheint, als wolle er ihr seine Gefühle gestehen. Als sie verunsichert scheint, wechselt er das Thema.
Alice und der Griffon lauschen dem Lied der Falschen Schildkröte
Am Tag ihrer Rede hört Alice, begleitet von Lucy und Dolan, in der Festhalle mit hunderten geladener Gäste den Chor The Mock Turtle’s Song vortragen. Die Szene wechselt in die Vergangenheit zu einem geselligen Zusammensein am Flussufer mit Dodgson, Alice, ihrer Mutter, ihren Schwestern und einem jungen Mann. Alice animiert Dodgson dazu, The Mock Turtle’s Song zu singen.
Als sie zu lachen beginnt, verfällt er sofort in schweres Stottern und bricht ab, während sie ihn erst schuldbewusst anblickt, bevor sich beide unverwandt anschauen. Lorina liest das Ende der Alice-Geschichte vor und Alice geht zu Dodgson und umarmt ihn. Mit dem Erinnern werden ihr Dodgsons Gefühle für sie klar und dass ihre Beziehung möglicherweise latente sexuelle Untertöne hatte.
Aus dieser neuen Perspektive heraus versucht sie, ihre Gefühle und ihre frühere Beziehung zu Dodgson zu verstehen. Sie hält im Anschluss ihre Rede, die sie mit ihrem Dank an Dodgson und demselben Buchzitat schließt, das seinerzeit ihre Schwester Lorina vorgelesen hatte.
In der letzten Filmszene steht die junge Alice wie am Beginn des Films zwischen Felsen an einem unwirtlichen Meeresufer. Anders als in der Eingangsszene, in der sie die weinende „falsche Schildkröte“ trotz ihrer Fragen an den Greif nicht trösten kann, sitzt jetzt Dodgson, das Gesicht in den Händen vergraben, auf einem Stein. Alice fragt den Greif, welchen Kummer er habe, worauf der Greif antwortet, er habe keinen, und Dodgson sich lachend zu ihr umwendet und ihr die Hände reicht.
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