Max Weber hat geschrieben: ↑29.11.2025, 12:46
Homophilie, Heterophilie, Pädophilie → emotional-romantisch und erotische Anziehung, Sexualpräferenz,
Gefühlsebene
Homosexualität, Heterosexualität, Pädosexualität → sexuelle bzw romantische
Verhaltensebene gegenüber anderen Personen
Das ist eine sinnvolle und nützliche Definition, die ich auch so unterschreiben würde. Wenn in der Gesellschaft von "Pädophilie" die Rede ist, denken die meisten ja an das sexuelle
Ausleben der Neigung, und da sie in der Regel nur ihre "Erwachsenensexualität" kennen, bekommen sie leider ein völlig falsches Bild von uns, denn die emotionale und romantische Komponente gerät dabei völlig aus dem Blickfeld, obwohl gerade sie das ist, was unsere Neigung ausmacht.
Wenn man einfach nur mal die beiden Wortbestandteile übersetzen würde, käme man gleich darauf, dass "Pädophilie" eben vor allem die Hingezogenheit zu Kindern meint und weniger das Ausleben der Neigung. Natürlich kann man Präferenz und Verhalten nicht wirklich voneinander trennen, beide haben ihre Berechtigung, und eine wirkliche sexuelle Erfüllung gelingt idealerweise mit beiden Komponenten zusammen.
Leider wird uns oft nicht einmal das eine gegönnt, sondern rigoros alles verteufelt, was auch nur irgendwie mit Kindern zu tun hat, weil angeblich eine Gefahr für selbige besteht. Wenn das wirklich so wäre, müsste man auch bei Erwachsenen auf konsequente Geschlechtertrennung (oder bei Homosexuellen auf das Gegenteil) achten, denn auch Erwachsene sind oft genug Opfer einer entgleisten Sexualität.
Ich nenne mich jedenfalls gerne "pädophil" und beziehe mich dabei vor allem auf die emotional-romantische Hingezogenheit zu Mädchen, gewisse sexuelle Dinge (z. B. "Doktorspiele) wünsche ich mir zwar schon seit meiner Kindheit, waren aber immer optional. Dass hingegen sogar reiner Körperkontakt oder auch nur meine Anwesenheit (im Bewusstsein um meine Neigung) als kritisch angesehen wird, belastet mich sehr.