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naylee
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Registriert: 09.10.2008, 14:52
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Virtuelle Vergewaltigungen und die Menschlichkeit

Beitrag von naylee »

Ich bin eben über einen Artikel gestoßen, in dem Collien Fernandez den Christian Ulmen einer virtuellen Vergewaltigung bezichtigt. Irgendwie wusste ich nicht so recht, ob ich weinen oder lachen sollte. Was der Fernandez da passiert ist - ob nun vom Ulmen oder von irgendjemand anderem ins Netz gestellt, ist hier beiläufig - das wünsche ich niemandem. Weder einer Frau, noch einem Mann. Aber den Begriff einer Vergewaltigung halte ich für komplett übertrieben und vor allem für gefährlich. Denn sollte sich diese Begrifflichkeit irgendwann festsetzen in den Köpfen, dann würden all diejenigen mit Füßen getreten werden, die eine tatsächliche Vergewaltigung durchleben mussten. Es ist ähnlich wie mit dem ganzen LGBTQ-Reinwasch-Getue. Ein Begriff wird genommen, in den Mainstream geholt und irgendwann verliert er komplett an Bedeutung und verhöhnt damit die tatsächlichen Opfer.

Recht amüsiert war ich im gleichen Atemzug als ich las, dass 53 % der vom KI-Chatbot der Plattform X erstellten Bilder pornographischen Inhaltes waren. Genauso, wie schlimmste Gewalt in den meisten Haushalten eine tägliche Dosis in Form von Film, Fernsehen und Computerspiel darstellt, so bedient Pornographie eine weitere Seite menschlichen Denkens. Das Internet als Befreier der anscheinend zutiefst menschlichen Gier nach Gewalt und Sex. Ist das die Menschlichkeit, die der oberflächlich hervortretenden "Mitmenschlichkeit" in Form von Selbstlosigkeit und Aufopferungsbereitschaft zugrunde liegt?
Wie nur kann ich derjenige sein, vor dem die Kinder dieser Welt gewarnt werden, von dem sie sich fernhalten sollen, wenn sie doch meine Gegenwart ganz und gar erbaulich finden?
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